Fragen & Antworten

Standdatum: 25. Februar 2026.

Autorinnen und Autoren:
Verena Patel

Ein Mann mit Heuschnupfen und Taschentuch vor seiner Nase steht neben einem einem Korkenzieherhaselstrauch.

Bild: dpa | Angelika Warmuth

Was Pollen hilft, sich in der Luft zu verbreiten und warum auch eine Blüte im Rheinland Bremern Probleme bereiten kann, erklären ein Meteorologe und ein Landschaftsökologe.

Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen?

Kurz gesagt: frühlingshaft. Schon heute (Mittwoch, 25. Februar) sind laut Roland Vögtlin vom ARD-Wetterkompetenzzentrum 15 bis 16 Grad Celsius in der Region zu erwarten. Donnerstag und Freitag sehe es ähnlich aus, dann mit Temperaturen um 14 Grad Celsius in Bremerhaven und bis 16 Grad Celsius in Bremen. „Am Donnerstag gibt es etwas mehr Wolken, es bleibt aber wahrscheinlich trocken“, sagt Vögtlin.

Am Freitag komme wahrscheinlich im Tagesverlauf Regen auf. Am Samstag wird es voraussichtlich kühler mit zehn Grad Celsius in Bremerhaven und 12 Grad Celsius in Bremen. Auch für den Beginn der kommenden Woche vermuten die Meteorologen milde Temperaturen.

Warum hatten Allergiker im Norden in den vergangenen Wochen eine Pause?

Minustemperaturen und Schnee waren besonders für Auto- und Bahnfahrer eine Geduldsprobe, Pollenallergiker allerdings konnten aufatmen. „Erste Haseln hatten vielerorts schon zwischen dem Nikolaustag und Weihnachten geblüht“, sagt Matthias Werchan von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID). „In Teilen des Nordens, wo es lange kalt war, auch Dauerfrost gab, erlebten die Betroffenen dann aber eine langanhaltende Verschnaufpause. Das war früher üblich, ist heute aber aufgrund des Klimawandels eher ungewöhnlich.“

Pollenflug im Verlauf eines Jahres

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Können Allergiker in Bremen und Bremerhaven Symptome spüren, wenn es dort noch keine Blüte gibt?

Ja, denn bei für den Pollenflug günstigen Wetterbedingungen können sie sich schnell verbreiten, auch über sehr weite Strecken. Niesreiz, juckende Augen, oder auch eine verstopfte Nase gehören zu den typischen Reaktionen. „Im Rheinland hat die Erlenblüte schon begonnen und dort sind die Belastungen für Allergiker bereits hoch“, sagt Werchan. „Wenn es jetzt im Norden trocken wird und dann noch Südwind dazukommt, kann man davon ausgehen, dass die Pollen in großer Zahl auch dorthin fliegen.“

Nach Einschätzung der Meteorologen vom ARD-Wetterkompetenzzentrum wird es bis zum Ende der Woche Wind aus südwestlicher und südlicher Richtung geben. „Am Samstag gibt es etwas mehr westliche Einströmungen“, sagt Wetterexperte Vögtlin. Vor allem an der Küste könne das saubere Luft bringen.

Wie sieht die Pollenbelastung in den kommenden Tagen aus?

„In Bremen und umzu ist ab Mittwoch mit einer mäßigen Belastung durch Erle und Hasel zu rechnen“, sagt Roland Vögtlin vom ARD-Wetterkompetenzzentrum. Stellenweise könnten auch hohe Werte erreicht werden.
Entscheidend für die Erlenblüte sind Wärme und Trockenheit. „Damit die Erlenblüte beginnen kann, muss eine gewisse Wärmesumme akkumuliert werden, das dauert ein paar Tage“, sagt Landschaftsökologe Werchan. Bleibt es also frühlingshaft, sind das gute Bedingungen für den Pollenflug.

Was Allergikern Linderung verschafft, ist anhaltender Regen. „Jeder Regenguss wäscht Pollen aus der Luft. Sie sind aber ganz schnell wieder da“, erklärt Werchan. Das könne man schon im Laufe eines Tages beobachten, wenn Sonne und Regen sich abwechseln. Am Freitag ist laut Vorhersage mit einzelnen Schauern zu rechnen. „Für Samstag ist noch nicht klar, ob es Schauer geben wird“, sagt Meteorologe Vögtlin.

Wie viele Menschen sind von Heuschnupfen betroffen?

Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) gaben in einer Studie zur Häufigkeit von Allergien 16 Prozent (fast ein Sechstel) der Erwachsenen an, in ihrem Leben einmal die Diagnose Heuschnupfen erhalten zu haben. Damit ist Heuschnupfen die häufigste allergische Erkrankung in Deutschland.

Wie können sich Allergiker jetzt schützen?

Matthias Werchan von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst verweist für starke Allergiker einerseits auf einen mechanischen Schutz durch Gesichtsmasken und eventuell auch eine Sonnenbrille, die an den Seiten gut abschließt. „Wer stark betroffen ist, sollte den aktuellen Pollenflugvorhersagen folgen, seine Medikamente dabei haben, und nur lüften, wenn es regnet.“

Quelle:
buten un binnen.

Dieses Thema im Programm:
buten un binnen, Dein Audio-Update, 25. Februar 2026, 6:18 Uhr