Wir waren beim Stadtfest in Naunhof und haben gesagt: Lass‘ uns doch mal was machen, wo wir selbst einen Beitrag leisten können.

Sebastian Diebel
Chorchef

Aus Bierlaune wird Klangkörper

Aus dem anfänglichen „Warum eigentlich nicht?“ wurde schnell mehr. Erst schlossen sich rund 25 Männer an, inzwischen sind es etwa 40 Hobbysänger. Sie singen mit voller Hingabe und vor allem ein Repertoire, das man von klassischen Männerchören kaum kennt: Pop und Rock statt Volkslied, Roland Kaiser, Oasis oder No Angels statt traditionellem Liedgut.

Maik Goszinski leitet den Chor. Für den studierten Kirchenmusiker sind die „Fuchsschwänze“ ein Glücksfall. Männer, die freiwillig und gern singen.

Was kann es besseres geben, als Männer, die sagen: Wir wollen singen!

Maik Goszinski
Chorleiter

Einheitlicher Look, starker Zusammenhalt

Die Fuchsschwänze treten geschlossen auf, nicht nur stimmlich, sondern auch optisch. Fast alle Sänger tragen Kleidung mit dem Logo des Männerchors: T-Shirts, Hoodies oder Jacken im Einheits-Look. Das stärkt laut Chorchef Sebastian Diebel nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern sorgt auch für einen hohen Wiedererkennungswert beim Publikum.

Der Zusammenhalt ist ein zentraler Bestandteil des Chors. Viele kommen nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre. „Es macht einfach Laune“, sagt Sänger Michael Schatz aus Naunhof. „Ich freue mich jede Woche schon am Wochenende auf den Montag. Wir proben hier für das nächste Konzert. Das sagt alles.“

Mehr als nur Singen

Dass die Fuchsschwänze mehr sind als ein klassischer Chor, zeigt sich auch hinter den Kulissen. Der Verein organisiert sich in Teams: Es gibt eine Gruppe für Social Media, ein Bühnenteam für Logistik und Auftritte und neuerdings auch ein Choreografie-Team.

„Uns ist nicht wichtig, dass jeder perfekt singt“, erklärt Vorstandsmitglied Frank Rösler. „Wir wollen dem Publikum etwas bieten.“ Unterstützt werden die Sänger dabei auch von ihren Frauen, besonders bei der Choreografie. „Wir sind manchmal ein bisschen ideenlos“, sagt Rösler schmunzelnd. „Da tut frischer Input gut.“

Uns ist nicht wichtig, dass jeder perfekt singt. Wir wollen dem Publikum etwas bieten.

Frank Rösler
Vorstandsmitglied

Gänsehaut auf dem Marktplatz

Spätestens bei Auftritten zeigt sich, wie gut das Konzept aufgeht. Besonders in Erinnerung geblieben ist den Sängern der Auftritt beim Stadtfest in Naunhof. „Wir sind mit unserem Truck auf den Markt gefahren, alles war voll“, erzählt Sebastian Diebel. „Ich glaube, jeder von uns hatte Gänsehaut. Da haben wir gemerkt: Das ist etwas ganz Besonderes.“

Und wohin soll die Reise noch gehen? Die Frage beschäftigt auch den Chorleiter Maik Goszinski. „Sie werden von Mal zu Mal besser, musikalisch und auch in den Shows drumherum“, sagt er. „Nach den letzten Konzerten habe ich mich gefragt: Wie wollen wir das eigentlich noch toppen?“