Vorjahresfinalist Inter raus 

Champions League: Bodø/Glimt-Party im San Siro, Inter Mailand raus

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Kläglich gescheitert gegen den Außenseiter aus Norwegen: Inter Mailand ist nur ein dreiviertel Jahr nach dem Einzug ins Endspiel ausgerechnet gegen Bodø/Glimt in den Playoffs sensationell gescheitert. „Die Champions League endet mit einer Blamage“, titelte die italienische Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“. „Sie waren besser als wir“, gab Italiens Nationalspieler Nicolo Barella zu.

Mit 1:2 im heimischen Giuseppe-Meazza-Stadion und 1:3 in Norwegen war das Aus für Inter sogar ziemlich deutlich. „Sie haben ihre Aufgabe erfüllt“, erkannte auch Deutschlands Nationalspieler Yann Bisseck an. „Wir sind enttäuscht, aber morgen ist ein neuer Tag.“ Und Inters Coach Cristian Chivu bilanzierte: „Wir haben alles versucht. Wir spielten gegen eine sehr gut organisierte Mannschaft, die mit zehn Mann hinter dem Ball stand, und je länger wir kein Tor erzielen konnten, desto selbstsicherer wurden sie. Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen, sie haben wirklich alles gegeben. Sie hätten vielleicht etwas mehr Energie haben können. Wir konnten den Bann in der ersten Halbzeit nicht brechen, und in der zweiten Halbzeit trafen sie zweimal. Die Enttäuschung ist groß, weil wir unbedingt weiterkommen wollten, aber wir spielten gegen eine Mannschaft, die organisiert, entschlossen und voller Energie war und den Einzug verdient hat.“

Champions League 2025/26: Serie A droht Desaster

Der Mittwoch könnte für den italienischen Fußball weitere herbe Rückschläge bringen. Neben Inter stehen auch Atalanta Bergamo (0:2 bei Borussia Dortmund) und Juventus Turin (2:5 bei Galatasaray) in den Playoffs vor dem Aus. Meister SSC Neapel konnte sich nicht mal für die K.o-Runde qualifizieren. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass keine Mannschaft aus der stolzen Serie A im Achtelfinale der Königsklasse stehen wird. Auch in der WM-Qualifikation war Norwegen mit zwei klaren Erfolgen dem Weltmeister von 2006 überlegen. Die Squadra Azzurra muss in die Playoffs, während Erling Haaland und Co. ihren Startplatz sicher haben. „Mamma mia! Jetzt haben Italiener Albträume von Norwegen“, jubelte die norwegische Zeitung „Aftenposten“ nach dem nächsten Coup am Dienstagabend.

Ganz anders dagegen die Situation bei Bodø/Glimt. Erstmals steht die Mannschaft aus dem Norden Norwegens im Achtelfinale und darf sich auf Manchester City oder Sporting Lissabon in der Runde der besten 16 freuen. Die Auslosung findet am Freitag (12.00 Uhr) in Nyon (Schweiz) statt. „Es klingt unglaublich, aber wir sind dabei“, jubelte Torschütze Jens Petter Hauge. „Es ist fantastisch, was wir erreicht haben. Es ist wirklich großartig.“ Der Offensivspieler lief in der Saison 2020/21 ausgerechnet für Inters Lokalrivalen AC Mailand auf. Danach folgte der Sprung zu Eintracht Frankfurt, ehe er im Januar 2025 nach mehreren Leihgeschäften zu Bodö/Glimt wechselte.

Bodø/Glimt: Starke Bilanz gegen Top-Teams

Völlig aus dem Nichts kommt der sensationelle Lauf der Norweger allerdings nicht. In der Ligaphase der Champions League setzte die Mannschaft von Trainer Kjetil Knutsen gerade in der Schlussphase die Highlights. In Dortmund holte das Team ein verdientes 2:2, danach gelang mit zwei furiosen Auftritten gegen Manchester City (3:1) und bei Atlético Madrid (2:1) der Sprung in die Playoffs. Dort war Inter Mailand kein Hindernis. Die eindrucksvolle Bilanz: Fünf Spiele gegen europäische Top-Teams, vier Erfolge und ein Unentschieden.