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Frankfurt am Main – In Frankfurt am Main wächst nicht etwa das Sicherheitsgefühl – sondern der Design-Anspruch. Während Sicherheitsbehörden seit Jahren vor einer anhaltend hohen Terrorgefahr warnen, beschäftigt man sich im Römer offenbar mit der drängendsten aller Fragen: Wie werden die Anti-Terror-Steine schöner?
Seit zehn Jahren stehen die Beton-Würfel als Zufahrtsschutz gegen Amok-Terroristen an den wenigen schönen Plätzen der Stadt. Jetzt werden sie ersetzt: durch massive Metall-Würfel für 870.000 Euro. Aber Hauptsache mit Blümchen drauf.
„Ein echter Hingucker“
Oberbürgermeister Mike Josef (43, SPD) beschreibt den Coup der Stadtregierung (Grüne, SPD, Volt unter Duldung der Linken), als hätte ein Stararchitekt einen neuen Wolkenkratzer in die Stadt gestellt. Er fabuliert bei Instagram über die neuen Anti-Terror-Würfel aus Metall: „Dank Bepflanzung und anthrazitfarbenem Design mit Stadtwappen sind sie ein echter Hingucker.“ Ein Hingucker?

OB Mike Josef (43, SPD) glaubt, dass die neuen Metall-Poller mit Blümchen und Stadtwappen den Frankfurtern gefallen
Foto: oberbuergermeisterffm/Instagram
Ob die Israelis ihre Sperranlagen, die ihr Land und ihre Bevölkerung vor Selbstmordattentätern schützen, als Hingucker bezeichnen? Wohl kaum.
Die 19 massiven Metall-Klötze – mit Blümchen und Frankfurt-Adler drauf – sind 2,6 mal 1,2 Meter groß und werden alle 1,5 Meter aufgestellt, damit keine Autos oder LKW von Terroristen durchpassen.
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CDU-Stadtverordneter Yannick Schwander (37) zu BILD: „Das ist natürlich absurd. Ein Hingucker ist nun wirklich übertrieben. Die Koalition feiert sich dafür. Aber diese Blöcke sind nur Symptombekämpfung. Zur Bekämpfung von Terror braucht es auf kommunaler Ebene u.a. Videoüberwachung und Einsatz von KI.“
Frankfurts Stadt-Chef Josef feiert sich bei Instagram und sagt: „Ich glaube, das kommt ganz gut an.“ Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (56, Grüne) freut sich: „Flexibel und begrünt, fügt er sich in das Stadtbild ein und zeigt: Sicherheit und attraktive öffentliche Räume schließen einander nicht aus.“
So sieht also ein schönes, sicheres Stadtbild für SPD und Grüne aus.