Bundesweiter Nahverkehr-Streik

Warum es Dresden noch härter hätte treffen können

25.02.2026 – 12:24 UhrLesedauer: 1 Min.

"Warnstreik“ steht auf einem Schild vor einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe (Archivbild):Vergrößern des Bildes

„Warnstreik“ steht auf einem Schild vor einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe (Archivbild): In anderen Städten steht der Nahverkehr sogar vier Tage still. (Quelle: Robert Michael)

Bei den bundesweiten Warnstreiks kommt Dresden dieses Mal vergleichsweise glimpflich davon. Die Gewerkschaft Verdi erklärt, warum etwa Leipzig deutlich länger bestreikt wird.

Der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr legt am Freitag Dresden lahm. Andere Städte trifft es allerdings noch härter: In Leipzig streikt das Personal zwei Tage, andernorts sogar vier Tage am Stück. Woher kommen die Unterschiede?

Verdi-Verhandlungsführer Paul Schmidt erklärte auf Nachfrage der Regionalredaktion von t-online: „Bei den Warnstreiks geht es darum, Bewegung in die Verhandlungen zu bringen. Dabei wägen wir in der Tarifkommission ab, an welcher Stelle Druck nötig ist, um die Blockadehaltung der Arbeitgeber aufzulösen.“

Die Leipziger Verkehrsbetriebe hätten in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie an einer Eskalation interessiert seien. „Entsprechend setzen sich die Beschäftigten dort nun zur Wehr“, so Schmidt.

Hintergrund sind die stockenden Gespräche zwischen Verdi und den kommunalen Arbeitgebern. „Die kommunalen Arbeitgeber versuchen, die strukturelle Unterfinanzierung des ÖPNV auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen“, kritisiert Schmidt.

Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen: kürzere Wochenarbeitszeiten, kürzere Schichten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.