Wer einen Raum für das nächste Treffen des Lesekreises, für einen Kochkurs, eine Vereinssitzung oder einen Workshop sucht, hat oft eine bestimmte Vorstellung: Der Ort soll in der Nähe liegen, groß genug – und kostengünstig oder gar kostenlos sein.
Ein passendes Angebot zu finden, ist nicht immer leicht. Das Webangebot „RaumFinder“ soll jetzt Ehrenamtlichen bei der Suche unterstützen. Das Projekt wird von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.
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Bisher sind 159 Räume in elf Bezirken auf der Plattform gelistet. Mit 37 Angeboten führt Treptow-Köpenick die meisten buchbaren Orte auf. Friedrichshain-Kreuzberg und Steglitz-Zehlendorf folgen mit jeweils 21.
Ausbaufähig sind die möglichen Treffpunkte für Ehrenamtliche in Tempelhof-Schöneberg (ein Angebot), Pankow und Lichtenberg (je sechs) und Marzahn-Hellersdorf (sieben). Schlusslicht ist Reinickendorf: Dort ist bisher kein einziges Angebot zu finden.
Räume sind eine zentrale Ressource für freiwilliges Engagement.
Oliver Friederici (CDU)
Vielerorts sind es Nachbarschaftsvereine und Stadtteilzentren, Kiezmuseen und Freiwilligenagenturen, die ihre Häuser öffnen. Doch auch kleinere Initiativen bieten sich an: Tagen und sich treffen können Interessierte beispielsweise im Lokschuppen in Friedrichshain, im Experimentierort St. Wilhelm in Spandau oder im Nachbarschaftstreff „Frisierkunst“ in Zehlendorf. Von kleinen Sitzungen bis großen Partys, von Töpfern bis zum Sport ist alles möglich.
Manche der Raumangebote sind kostenfrei, andere verlangen einen Mietpreis von zum Beispiel „30 bis 100 Euro“, je nach Nutzung. Bei den meisten Angeboten im Raum-Portal steht in der Rubrik „Nutzungsgebühr“ allerdings die Information „Nach Absprache“. Über das Webangebot den Raum direkt zu buchen, ist nicht möglich. Bei Interesse kann eine Raumanfrage an den Anbieter gesendet werden – alle weiteren Absprachen verlaufen dann direkt zwischen Anbieter und Interessent.
Mehr Räume für Jugendliche nötig
„Räume sind eine zentrale Ressource für freiwilliges Engagement“, sagt Oliver Friederici (CDU), Staatssekretär für Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit dem „RaumFinder“ werde Transparenz geschaffen und Engagierte mit Raumgebenden zusammengebracht. Der Politiker aus Lankwitz ermuntert weitere Einrichtungen, „ihre Türen für das Ehrenamt zu öffnen“.
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Woran es aktuell noch mangelt, sind Raumangebote für Jugendliche. Wer im Suchfenster als Aktivität „Jugend-Projekt“ eingibt, findet berlinweit exakt null Angebote. Nach einiger Recherche wurde der Tagesspiegel dann doch fündig: Im Haus der Jugend Köpenick steht der Partyraum Menschen zwischen 14 und 27 Jahren offen. Die Nutzungsgebühr beträgt pro Gast zwei bis drei Euro.