Nach 38 Jahren bei Microsoft zieht sich Phil Spencer endgültig zurück. Doch während die Gaming-Sparte den Mann feiert, der Xbox seit 2014 anführte, sorgte das Fehlen einer anderen Schlüsselfigur für Gesprächsstoff: Sarah Bond war bei der offiziellen Verabschiedung in Redmond nicht anwesend.
Nachdem bereits in der letzten Woche offiziell verkündet wurde, dass Phil Spencer Microsoft nach insgesamt 38 Jahren verlassen wird, hatte der langjährige Xbox-Chef am vergangenen Montag seinen letzten Arbeitstag.
Fortan übernimmt Asha Sharma den Posten als neue CEO von Microsoft Gaming, während Matt Booty zum Chief Content Officer (CCO) befördert wurde. Am gestrigen Dienstag fand in der Microsoft-Zentrale in Redmond schließlich die offizielle Abschiedsfeier für Spencer statt, in deren Rahmen er den Stab symbolisch an seine Nachfolgerin übergab.
Für fast noch mehr Aufsehen sorgte jedoch eine andere Personalie: Sarah Bond. Die ehemalige Xbox-Präsidentin verlässt Microsoft zeitgleich mit Spencer, obwohl sie lange Zeit als seine natürliche Nachfolgerin angesehen wurde. Bei der offiziellen Abschiedsveranstaltung war sie allerdings nicht vor Ort.
Aaron Greenberg teilt emotionale Einblicke zum Spencer-Abschied
Dies verriet nun ein Beitrag von Xbox-Marketing-Chef Aaron Greenberg auf dem Kurznachrichtendienst X, der sowohl Fotos als auch Videos des Events teilte. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie Spencer vor der versammelten Belegschaft auf dem Microsoft Campus in Redmond seine letzte Ansprache hält und anschließend die neue CEO Asha Sharma auf der Bühne begrüßt.
Passend dazu teilte Greenberg in seinem Beitrag ein paar emotionale Worte in Richtung Spencer und brachte darüber hinaus seinen Optimismus für die kommenden Jahre unter der neuen Führung von Sharma zum Ausdruck.
„Ein emotionaler Tag heute für das Team. So viel Liebe und Wertschätzung für alles, was @XboxP3 über die Jahre für das Team und das Gaming getan hat. Großer Optimismus angesichts der Zusagen von @asha_shar bezüglich großartiger Spiele, der Rückkehr von @Xbox und ihrer Hingabe, uns in den nächsten 25 Jahren zu führen und dazuzulernen“, so Greenberg.
Das Rätsel um Sarah Bond
Unterdessen war Sarah Bond nicht vor Ort anzutreffen – was die anhaltenden Gerüchte um einen tiefen Bruch in der Führungsebene weiter befeuert. So berichteten mehrere Insider in den vergangenen Tagen übereinstimmend von Differenzen zwischen Bond und dem restlichen Team, vor allem mit Blick auf die Multiplattform-Ausrichtung von Xbox.
Der renommierte The-Verge-Journalist Tom Warren enthüllte, dass wohl gerade die Marketing-Kampagne This is an Xbox entscheidend zum Aus von Bond beigetragen habe. Mit der Kampagne, die vermitteln sollte, dass man dank Cloud-Gaming keine klassische Konsole mehr benötige, habe man „viele Mitarbeiter intern vor den Kopf gestoßen“. Zudem wurden Vorwürfe gegen Bonds persönlichen Führungsstil laut.
Unter der neuen Leitung von Asha Sharma könnte nun jedoch eine Kurskorrektur erfolgen. So sprach die neue CEO in ihrem ersten Statement von der „Rückkehr von Xbox“ hin zu einem wieder „stärker auf das Hardware-Geschäft fokussierten Kurs“. Da Sharma jedoch ursprünglich aus der KI-Sparte kommt und bisher keine Erfahrung im Gaming-Bereich vorzuweisen hat, wird sie innerhalb der Community noch skeptisch beäugt.
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