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Berlin – Propaganda-Posen mit Folgen: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (61) lässt nach BILD-Informationen die Chefin der Filmfestspiele „Berlinale“, die US-Amerikanerin Tricia Tuttle (56), ablösen! Grund: Der Antisemitismus-Skandal bei den Filmfestspielen, die am Wochenende mit der Verleihung der „Goldenen Bären“ zu Ende gegangen waren. Das erfuhr BILD aus Kreisen der für die Berlinale zuständigen „Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH“ (KBB).
Weimer hat demnach für Donnerstag zu einer außerordentlichen Sitzung der Führungsgremien der KBB geladen. Auf der Tagesordnung nach BILD-Informationen: die Abberufung der Berlinale-Chefin Tuttle.
Auf der morgigen außerordentlichen Aufsichtsratssitzung soll es um die Ausrichtung der Berlinale und mögliche personelle Veränderungen gehen, ist aus der Bundesregierung zu hören.
Das Kulturstaatsministerium (angesiedelt im Kanzleramt) bestätigte BILD: „dass für Donnerstagvormittag zu einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der KBB GmbH auf Initiative von Staatsminister Wolfram Weimer geplant ist. Weimer ist Vorsitzender des Aufsichtsrats. Es soll eine Aussprache zur Ausrichtung der Berlinale geben.“ Weiter hieß es: „Zu Spekulationen äußern wir uns nicht.“
Ausgezeichnet worden war am Wochenende als „Bester Erstlingsfilm“ auf der Berlinale das Werk „Chronicles from the Siege“ des palästinensischen Aktivisten Abdallah Alkhatib (37). Und der hatte statt einer Dankes- eine Hassrede gegen Israel und Deutschland gehalten – ungestört auf offener Bühne, mit Pali-Tuch und Pali-Fahne.
Ein Problem für Weimer demnach ist nicht nur der Antisemitismus-Eklat auf der Preisverleihung, sondern auch, dass Berlinale-Chefin Tuttle mit der Filmcrew eine Woche zuvor schon mit Palästinenser-Fahne und Pali-Tüchern posiert hatte.

Skandal-Redner, Anti-Israel-Aktivist und Preisträger: Abdallah Alkhatib (37) bei seiner Ehrung auf der Berlinale
Foto: Breuel-Bild

Hat genug vom Antisemitismus auf der Berlinale: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (61) auf dem roten Berlinale-Teppich
Foto: EPA
Weimer und Tuttle sind sich nach BILD-Infos einig, dass es mit Tuttle an der Spitze des renommierten Filmfestivals nicht weitergehen könne. Nötig sei ein Neustart, nachdem Linke und Palästina-Aktivisten die große Festival-Bühne wiederholt für krasse antisemitische und propagandistische Zwecke missbraucht hätten.
Weimers Kultur-Wende
- Am ersten Tag seiner Amtszeit hatte Weimer, der als Vertrauter von Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) gilt, demonstrativ den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster (71), ins Kanzleramt eingeladen, um die neue politische Linie zu dokumentieren: die Abkehr von seiner Amtsvorgängerin, der Grünen-Politikerin Claudia Roth (70).
- Weimer feuerte Roths Amtschef Andreas Görgen (58) ebenfalls am ersten Tag. Gründe: Dessen umstrittene Haltung zu Israel. Görgen galt als Mann hinter der Judenhasser-freundlichen Kulturpolitik und als verantwortlich für den Judenhass-Eklat auf der „Documenta“-Kunstschau 2022.
- Als die Münchner Philharmoniker mit ihrem jüdischen Dirigenten Lahav Shani (37) in Belgien mit Spielverbot belegt wurden, lud Weimer das Orchester nach Berlin zu einem Solidaritätskonzert ein.
- Vor dem „Eurovision Song Contest“ verhinderte Weimer auf dem EU-Ministerratsgipfel einen Israel-Boykott.
Weimer erklärte im Vorfeld der Sitzung bereits: „Die Berlinale ist kein Ort für Hetze, Drohungen und Antisemitismus. Israel-Hass darf sich dort nicht austoben, schon gar nicht mit Steuergeldern finanziert.“
Wer nun die Nachfolge bei der Berlinale für Tricia Tuttle antritt, war zunächst unklar. Das Festival wird seit 1951 ausgerichtet und zählt neben Cannes und Venedig zu den bedeutendsten Filmfestivals der Welt.
Schon hier kam es zum Eklat: Anti-Israel-Rede bei der Berlinale im Video
Quelle: Berlinale25.02.2026