Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe ändert erneut die Zugangssituation. Das teilt der Zoo in einer Mitteilung vom 25. Februar mit.
Unbefugte verschafften sich Zugang am Eingang Ost
Für Menschen, die auf einen barrierefreien Zugang etwa mit Rollstuhl oder Kinderwagen angewiesen sind, wurde der Besuch seit Februar deutlich komplizierter. Aus Gründen der Haushaltssicherung war der Eingang Nord unter der Woche nicht mehr besetzt. Vom Festplatz aus war der Zoo damit nicht barrierefrei erreichbar. Gleichzeitig befinden sich viele Parkplätze am Festplatz, während andere Eingänge nur begrenzte Parkmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung aufweisen. Für betroffene Zoogäste bedeutete das längere Wege und zusätzliche Hürden.
Auch organisatorisch traten Probleme auf. Am Eingang Ost nutzten mehrfach weitere Personen das noch geöffnete barrierefreie Tor, ohne dass nachvollziehbar war, ob sie gültige Tickets hatten. An der geschlossenen Kasse Nord kam es zudem wiederholt zu unerlaubten Zutritten und riskanten Übersteigversuchen der Toranlage. In einem Fall wurde eine Mitarbeiterin bei einer Kontrolle bedroht.
„Bisherige Lösung ist nicht praktikabel.“
„Die Erfahrungen der vergangenen Wochen haben klar gezeigt, dass die bisherige Lösung nicht praktikabel ist“, sagt der stellvertretende Zoodirektor Steffen Karcher, der auch für die Kassen zuständig ist. „Mit der erneuten Besetzung des Eingangs Nord sorgen wir für einen verlässlichen Zugang, mehr Sicherheit und bessere Bedingungen für unsere Zoogäste und Mitarbeitenden.“
Künftig ist der Zoologische Stadtgarten zu den Öffnungszeiten über die Kassen Süd und Nord barrierefrei erreichbar. Am Eingang Ost bleibt der Selbsteinlass bestehen, allerdings ohne barrierefreien Zugang. Zusätzliches Personal wird dafür nicht benötigt. Mitarbeitende, die bisher den barrierefreien Zugang am Eingang Ost vom Service-Center aus betreut haben, übernehmen künftig Aufgaben an der Kasse Nord.
Auch dort können weiterhin Jahreskarten erstellt werden. „Gleichzeitig schaffen wir es, die beschlossenen und für uns als Teil der Stadt unerlässlichen Sparmaßnahmen einzuhalten“, betont Karcher. Die Neuregelung kam auch unter Beteiligung des „Beirats für Menschen mit Behinderung“ zustande.
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Katharina Peifer
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