Moers zählt erneut zu den „dynamischsten Solar-Städten“ Deutschlands: Mit 10,42 Neuinstallationen pro 1000 Einwohner im Jahr 2025 gehöre die Stadt bundesweit zur Spitzengruppe beim Zubau unter den Städten ab 100.000 Einwohnern. Dies geht aus einer Auswertung des in Berlin ansässigen Unternehmens Enpal hervor, das alljährlich einen „Solar-Check“ für Deutschland veröffentlicht.

Im Jahr 2025 sind laut Enpal 1058 neue PV-Anlagen in Moers in Betrieb genommen worden: „Besonders bemerkenswert ist das vor dem Hintergrund eines insgesamt rückläufigen Marktes: 2025 sind die Neuinstallationen bundesweit erstmals seit 2018 um 16 Prozent gesunken. Die Auswertung basiere auf mehr als fünf Millionen Datensätzen aus dem Marktstammdatenregister. Analysiert wurden sowohl der Gesamtbestand als auch die Neuinstallationen von Photovoltaikanlagen in deutschen Städten ab 100.000 Einwohnern. Die 20 größten Städte wurden separat betrachtet.

Vor Moers liegen in der Auswertung nur die Städte Bergisch-Gladbach mit 11,76 neuen PV-Anlagen pro Einwohner und Gütersloh mit 11,19 Neuinstallationen. Bereits in den beiden Vorjahren hatte Moers in der Kategorie Spitzenplätze belegt.

Auch beim Gesamtbestand der PV-Anlagen kann Moers mithalten. Insgesamt gebe es 5470 Anlagen in der Stadt. Das entspricht 53,89 Anlagen je 1000 Einwohner. Zum Vergleich: Spitzenreiter Gütersloh kommt auf 72,45 Anlagen pro 1000 Einwohner.

Bundesweit ist die Zahl neu installierter Photovoltaik laut Enpal von rund 1,04 Millionen im Jahr 2024 auf rund 877.000 gesunken. Den stärksten Rückgang unter den Bundesländern verzeichnen Sachsen (minus 19,09 Prozent), Bayern (minus 18,88) und Mecklenburg-Vorpommern (minus 18,79 Prozent). Mit Blick auf den Gesamtbestand von PV-Anlagen liege Bayern dennoch mit rund 1,3 Millionen Solaranlagen an der Spitze der Untersuchung. Nordrhein-Westfalen sichert sich mit rund 1,04 Millionen Anlagen den zweiten Platz.