Stand: 25.02.2026 18:10 Uhr
In sieben Brunnen im Bereich des Nato-Flugplatzes in Hohn im Kreis Rendsburg-Eckernförde wurden bedenkliche Mengen PFAS nachgewiesen. Untersuchungen durch das Gesundheitsamt des Kreises laufen.
Bereits 2019 wurden auf dem Nato-Flugplatz in Hohn (Kreis Rendsburg-Eckernförde) erhöhte PFAS-Werte im Bereich des Feuerlöschübungsbeckens festgestellt, die durch PFAS-haltigen Löschschaum bei Übungen verursacht wurden. Seitdem darf dieser Schaum nur noch im Ernstfall eingesetzt werden. Eine Untersuchung des Gesundheitsamtes hat nun bestätigt, dass auch Gebiete außerhalb des Bundeswehrgeländes möglicherweise verunreinigt sind. Der Verdacht war bereits im letzten Jahr aufgetaucht.
Viele Hausbesitzer im Gebiet um den Flugplatz sind nicht an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen und beziehen ihr Trinkwasser aus Kleinbrunnenanlagen. Insgesamt sieben dieser Brunnen weisen jetzt eine PFAS-Belastung oberhalb der gesetzlichen Grenzwerte auf. Das Gesundheitsamt empfiehlt das entsprechende Leitungswasser nicht mehr zu trinken. Übergangsweise erhalten die Haushalte Flaschenwasser, während ein Anschluss an die zentrale Wasserversorgung geplant wird.
Was ist PFAS?
PFAS sind chemische Verbindungen, die in der Natur kaum abgebaut werden können, weswegen sie häufig auch „Ewigkeitschemikalien“ genannt werden. Sie stehen unter anderem im Verdacht, gesundheitsschädlich und krebserregend zu sein.
Bei 24 weiteren Brunnen wurde zwar PFAS nachgewiesen – allerdings unter dem bundesweit einheitlichen Grenzwert. Den Richtwert gibt es seit diesem Jahr, er soll vor der Aufnahme der Chemikalien durch das Trinkwasser schützen.
Eine dritte Untersuchung im Kreis Rendsburg-Eckernförde wird zur Zeit vorbereitet. Dabei sollen 25 weitere Brunnen, sowie Kleinkläranlagen untersucht beprobt werden. Außerdem will der Kreis klären, ob alle Verunreinigungen vom Flugplatz ausgehen oder ob es weitere Verantwortliche in der Gegend gibt.