Bei Oma Zuhause lassen sich immer wieder Schätze finden. Nehmen wir zum Beispiel das alte Gemälde, das gefühlt schon zur Familie gehört und welches schon immer an genau diesem Ort das Wohnzimmer von Oma geschmückt hat. Doch wusstest du, dass dieses ein Vermögen wert sein könnte? Wir haben uns schlaugemacht, welche alten Gemälde von Oma viel mehr sind als nur Deko.
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Alles zum Thema „alte Gemälde“ Omas alte Gemälde: Diese Arten sind besonders viel wert
Natürlich ist nicht jeder Kunstdruck, den die Oma an der Wand hat, ein Gemälde, welches Beträge in Millionenhöhe erreichen kann. Es gibt allerdings bestimmte Arten, die häufig besonders wertvoll sein können.
- Alte Meister aus dem 16.-18. Jahrhundert: Alte Gemälde, die aus der Renaissance oder dem Barock kommen und z. B. niederländische Stillleben, Porträts oder religiöse Szenen zeigen, können mehrere zehntausend bis Millionen Euro wert sein – vor allem, wenn es sich hierbei um einen bekannten Maler handelt.
- Impressionismus & Frühmoderne (19.–frühes 20. Jahrhundert): Alte Gemälde, die lockere Pinselstriche, Landschaften oder Szenen des Alltags aufweisen und dann vielleicht auch noch von Namen wie Monet, Renoir oder Liebermann gemalt wurden, sind extrem gefragt; schon kleine Arbeiten oder Skizzen erreichen Rekordpreise.
- Expressionismus / Klassische Moderne (ca. 1905–1945): Alte Gemälde mit kräftigen Farben und abstrakten Formen sind auch bei Sammler*innen beliebt; hier werden oft deutsche Künstler wie Nolde, Kirchner, Franz Marc oder Kandinsky gesucht.
Um herauszufinden, ob Omas alte Gemälde etwas wert sein können, lohnt es sich z.B. nach einer Künstlerunterschrift oder nach Auktion-/Galerieaufklebern zu suchen. Öl auf Leinwand ist zudem meist wertvoller als Drucke.
Diese 3 alten Gemälde von Oma erzielten Rekordpreise 1. Max Beckmann – „Selbstbildnis gelb‐rosa“
Max Beckmann ist einer der bedeutendsten deutschen Expressionisten und gilt als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts – und seine Werke sind auf dem Kunstmarkt extrem gefragt. Sein „Selbstbildnis gelb-rosa“ malte er nach seiner Flucht aus Nazi-Deutschland im Amsterdamer Exil, wie die Zeit berichtete.
Für dieses Gemälde von Max Beckmann wurden 20 Millionen Euro geboten. Credit: TOBIAS SCHWARZ / Getty Images via canva
Und genau mit diesem Gemälde wurde in Deutschland ein Auktionsrekord aufgestellt – und gilt nun als „das teuerste je in der Bundesrepublik versteigerte Kunstwerk“, wie t-online schreibt. Verkauft wurde es bei einer Auktion für ganze 20 Millionen Euro – die Nebenkosten trieben den Preis auf eine Endsumme von 23,2 Millionen Euro.
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2. Ernst Ludwig Kirchner – „Tanz im Varieté“
Expressionismus-Liebhaber*innen wird auch Ernst Ludwig Kirchner ein Begriff sein, der ein Schlüsselname im deutschen Raum für diese Stilepoche ist. Ein besonderes Gemälde von ihm, mit dem Namen „Tanz im Varieté“ kannte die Kunstwelt bisher nur als Schwarz-Weiß-Foto – bis das verschollen geglaubte Original-Gemälde im Juli 2024 wieder auftauchte.
Dieses Gemälde galt lange Zeit als verschollen. Credit: Heritage Images / Getty Images via canva
Durch den Umstand, dass das alte Gemälde lange als verschollen galt, stieg der Wert dieses Kunstwerks im sammlerischen und historischen Sinne extrem stark. Laut der BILD kam das verschollene geglaubte und wiedergefundene Gemälde aus dem Jahr 1911 in München für genau 6.958.000 Euro unter den Hammer.