Das Mannheimer Programmkino Atlantis stellt vorübergehend seinen Spielbetrieb ein. Das Programm soll jedoch nahtlos in die Planken Lichtspielen und ins Odeon integriert werden. Warum sie sich zu diesem „drastischen Schritt“ entschieden haben, erklären die Geschäftsführer.
Es fehle die rechtliche Grundlage für den Betrieb des Kinos, das seit 1950 besteht und in angemieteten Räumen in den Mannheimer Quadraten K2 residiert. „Trotz intensiver Bemühungen konnten weder die Mannheimer Liedertafel e.V. als Vermieterin noch das zuständige Baurechtsamt die erforderlichen Genehmigungsunterlagen für die Räumlichkeiten des Atlantis vorlegen“, haben die Betreiber am Mittwoch mitgeteilt. Die Entscheidung sei „alternativlos“, erklärt Geschäftsführer Andreas Kunzi. „Wir tragen die Verantwortung für die Sicherheit unseres Publikums und unserer Mitarbeitenden. Ein Kino ohne lückenlose Genehmigung zu betreiben, entspricht nicht unserem Selbstverständnis von Professionalität und Sorgfalt.“ Das Atlantis sei „eine Herzensangelegenheit“, und man arbeite mit der Stadt Mannheim und der Vermieterin mit Hochdruck an einer Lösung. „Das Atlantis soll erhalten bleiben“, bekräftigt Geschäftsführer Oliver Kunzi. Für die Übergangszeit springen die Planken Lichtspiele in P4,13 und das Odeon in G7 ein, die von denselben Geschäftsführern Andreas Kunzi, Oliver Kunzi sowie Wolfgang Traber geleitet werden. Das Atlantis-Programm werde in deren Spielpläne integriert. Alle Gutscheine könnten dort eingelöst werden. „In einer Familie hält man zusammen – erst recht wenn es mal schwierig wird“, heißt es auf der Webseite. Von schwierigen Zeiten hat das Atlantis allerdings genug: Nach der Corona-Pandemie und dem Tod des Geschäftsführers, drohte zeitweise die Insolvenz und neue Betreiber mussten gefunden werden. jel