Opfer soll Kurde sein

Staatsanwaltschaft stuft Messerattacke nach Demonstration neu ein

26.02.2026 – 10:13 UhrLesedauer: 1 Min.

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Mit einer Stichverletzung kam ein Mann in Hannover ins Krankenhaus (Symbolbild): Der Vorfall ereignete sich im Januar. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-bilder)

Die Ermittlungen zur Messerattacke auf einen 22-Jährigen in der Innenstadt von Hannover nehmen eine Wendung. Die Hintergründe und ein mögliches politisches Motiv bleiben weiterhin unklar.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat den Tatvorwurf nach einer Messerattacke vom Januar hochgestuft. „Nach Würdigung der bisherigen Sach- und Rechtslage durch die hiesige Staatsanwaltschaft werden die polizeilichen Ermittlungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags geführt“, sagte die erste Staatsanwältin Samantha Zohri der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Die Hintergründe der Tat und ein mögliches politisches Motiv bleiben weiterhin unklar. „Die polizeilichen Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen der Tat und möglichen Motiven, dauern an“, sagte Zohri der Zeitung.

Die Polizei hatte zur Tat vom 20. Januar mitgeteilt, dass ein 18-Jähriger einem 22-Jährigen in der Innenstadt im Zuge eines Streits eine Stichverletzung zugefügt habe. Der 22-Jährige kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Auch der mutmaßliche Angreifer erhielt wegen einer leichten Verletzung medizinische Behandlung.

Zunächst ermittelten die Behörden wegen gefährlicher Körperverletzung. Nach Angaben der Organisation NAV-DEM – Demokratisches Gesellschaftszentrum der Kurdinnen und Kurden in Hannover – handele es sich bei dem Verletzten um einen Kurden. Er sei nach dem Ende einer pro-kurdischen Demonstration in Solidarität mit Nordsyrien angegriffen worden.

Die Polizei betonte damals, zu den Geschehnissen vor der Tat keine gesicherten Informationen zu haben.