Eine Drohne am Boden.

AUDIO: Nachrichten 11:00 Uhr – 26.02.2026 (4 Min)

Stand: 26.02.2026 13:57 Uhr

Mit einer Drohne wollen die Stadtwerke Kiel künftig in der Nacht prüfen, ob ihr Fernwärmenetz in Ordnung ist. Im März soll es losgehen, ein erster Testflug heute war laut Versorger erfolgreich.

von Moritz Kodlin

Wie kann das 380 Kilometer lange Fernwärmenetz der Stadt effizienter gemacht werden? Um mögliche Schwachpunkte festzustellen, setzen die Stadtwerke Kiel künftig auf eine Drohne. Das Fluggerät hat einen Durchmesser von 1,60 Meter und wird das Fernwärmenetz in einer Höhe von 90 bis 120 Metern überfliegen. Mithilfe einer Art Wärmebild-Kamera können die Experten dann sehen, wo die Fernwärmerohre undicht sind und dadurch das Netz ineffizient machen. Die möglichen undichten Stellen sollen dann nach und nach repariert werden, so ein Sprecher der Stadtwerke.

Stadtwerke: Flugzeug-Kontrollen waren deutlich teurer und aufwendiger

Es werden Einstellungen an der Steuereinheit einer Drohne vorgenommen.

Ein dänisches Unternehmen führt die Drohnenflüge über Kiel durch. Ein Mitarbeiter sieht auf dem Bildschirm mögliche undichte Stellen.

Die sogenannten thermografischen Inspektionsflüge sind voraussichtlich an vier Tagen Anfang März jeweils zwischen 22 und 6 Uhr geplant. Ein genauer Termin steht bislang noch nicht fest. Laut Stadtwerke Kiel sind die Drohnenflüge von den Wetterbedingungen abhängig. So darf es unter anderem nicht regnen.

Früher wurden die Fernwärme-Kontrollen demnach mit einem Flugzeug gemacht. Das sei deutlich teurer und auch aufwendiger gewesen. In dem Zuge seien einige Stelle im Netz ausgebessert worden. Auch die Stadtwerke SH setzen vielerorts mittlerweile auf Drohnen.

Drohne späht keine Menschen aus

Die thermischen Sensoren erfassen laut Stadtwerke ausschließlich die Temperatur und können nicht durch Fenster hindurchsehen. Der Energieversorger informiert hier über geplante und bereits durchgeführte Flüge.

Ein Heizungsthermostat.

Die Energiekrise ist vorbei, doch Kunden zahlen oft mehr als doppelt so viel wie 2021. Und die Spanne im Land bleibt groß.

Rohre für einen Fernwärme-Anschluss in Berlin

Neue Regelungen

Fernwärme gilt als die grüne Zukunft des Heizens, doch das Regelwerk dafür ist über 40 Jahre alt. Eine Modernisierung ist dringend nötig. Doch geht die Neuregelung am Verbraucher vorbei? Von Reinhard Weber.

Ein neu verlegtes Rohr für die Fernwärme.

Bis spätestens 2028 müssen alle Orte sogenannte Wärmepläne erstellen. Doch selbst wo diese bereits vorliegen, bleiben Unsicherheiten.

Die Geschäftsstelle der Stadtwerke Flensburg

Die Maßnahme soll der frühzeitigen Erkennung von Dämmschäden und Leckagen im Fernwärmesystem dienen.

Ein Wärmebild auf einer Fernsteuerung.

3 Min

In vier Jahren müssen Kommunen Pläne für eine klimaneutrale Wärmeversorgung vorlegen. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.02.2026 | 11:00 Uhr