
Bei den kommunalen Verkehrsunternehmen wird erneut gestreikt: Am Freitag und Samstag fallen Busse und Bahnen aus. Der Aufruf gilt für Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Kassel, Marburg und Gießen.
Nächste Streikrunde im Tarifstreit um die Arbeitsbedingungen bei kommunalen Verkehrsunternehmen: Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag und Samstag erneut zum Ausstand aufgerufen. Auswirkungen werden wieder vor allem in Frankfurt, Kassel und Wiesbaden erwartet.
Frankfurt: Ausfälle bei U-Bahnen und Straßenbahnen
In Frankfurt sind – wie bei den vergangenen Warnstreiks – voraussichtlich alle neun U-Bahnlinien und zehn Straßenbahnenlinien betroffen, wie die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und die Nahverkehrsgesellschaft traffiQ am Dienstag mitteilten. Erwartet werde, dass die Bahnen ab Betriebsbeginn in den Depots bleiben.
S-Bahnen, Regionalzüge, die städtischen und regionalen Buslinien sollen trotz des Warnstreiks voraussichtlich fahren. Für die U-Bahn-Linie U2 gebe es einen Ersatzverkehr zwischen Nieder-Eschbach und Gonzenheim.
Busse in Wiesbaden und Groß-Gerau betroffen
In Wiesbaden fallen die meisten Buslien aus, wie ESWE Verkehr mitteilte. Trotz des Streiks fahren die Linien 5, 28, 39 und 46 sowie die Regionalbusse. Es könne aber auch hier zu Einschränkungen kommen.
Weil der Streik dieses Mal bundesweit stattfinden soll und damit auch benachbarte Bundesländer betroffen sind, fallen auch Busverbindungen zwischen Mainz und Wiesbaden sowie Busse im Kreis Groß-Gerau aus. Das sind laut Mainzer Mobilität die Linien 6, 9 und 33 sowie 54, 56, 58 und 60.
Zahlreiche Ausfälle in Kassel erwartet
In Kassel bleiben die Bahnen und Busse der Linien 1 bis 29 stehen, wie die Verkehrsgesellschaft KVG mitteilte. Im Umland seien die Buslinien 11, 17 und 22 betroffen. Die RegioTrams fahren nur zwischen Hofgeismar-Hümme, Wolfhagen, Melsungen und Kassel Hauptbahnhof. Buslinien ab Nummer 30 fahren planmäßig.
Wohl kaum Auswirkungen in Marburg, Gießen und Offenbach
Für Marburg und Gießen gilt der Aufruf der Gewerkschaft Verdi ebenfalls, dort waren die Auswirkungen bisher allerdings stets gering und es wird erneut mit keinen oder nur einzelnen Ausfällen gerechnet.
Außerdem umfasst der Streikaufruf diesmal auch Offenbach, allerdings nur am Freitag. Weil in der Stadt nicht alle Mitglieder des Fahrpersonals nach dem umstrittenen Tarifvertrag beschäftigt und somit zum Streik aufgerufen sind, fahren die Offenbacher Stadtbusse jedoch voraussichtlich nach Plan, wie die Stadtwerke mitteilten.
Sechster Streikaufruf in Hessen
Für Hessen ist der Streikaufruf bereits der sechste für den öffentlichen Nahverkehr seit Anfang Februar. Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen über den Tarifvertrag, der die Arbeitsbedingungen in den kommunalen Verkehrsbetrieben regelt.