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Standdatum: 27. Februar 2026.
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Wer regelmäßig die Bahnen und Busse der BSAG nutzt, muss sich bis Montagmorgen auf andere Weise fortbewegen.
Bild: dpa | Focke Strangmann
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Bis Montagmorgen hat Verdi zum Warnstreik im Nahverkehr aufgerufen. Was das für Bus- und Bahnfahrende in Bremen bedeutet – und warum Fahrgäste in Niedersachsen verschont bleiben.
Wann wird in Bremen gestreikt?
Busse und Bahnen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) stehen seit dem frühen Freitagmorgen bis Montag um 3 Uhr still. Die Stadt Bremerhaven ist von dem Streik nicht betroffen, wie Franz Hartmann, Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, sagte.
Welche Folgen hat der Streik für Fahrgäste?
In Bremen müssen sich Fahrgäste eine Alternative zur Fahrt mit Bus und Bahn überlegen. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürfte es vor allem zum Streikauftakt stressig werden – denn sie müssen in der Regel trotzdem pünktlich am Arbeitsplatz sein. Schülerinnen und Schüler können wegen des Warnstreiks ebenfalls nicht einfach zu Hause bleiben.
Wer mit dem Auto in der Bremer Innenstadt unterwegs ist, sollte am Vormittag mehr Zeit einplanen: Die BSAG-Beschäftigten ziehen vom Gewerkschaftshaus zu einer Kundgebung an der Domsheide. Verdi erwartet zu der Veranstaltung, die um 11 Uhr beginnen soll, mindestens 700 Teilnehmer.
Worauf können Fahrgäste von Bus und Bahn ausweichen?
Wer auf den Nahverkehr angewiesen ist, kann nach Möglichkeit einen Überlandbus nutzen. Die Linien aus den umliegenden Landkreisen fahren auch mehrere Stationen in Bremen an. Denn in Niedersachsen gilt eine Friedenspflicht, Busse und Bahnen fahren deshalb nach Plan. Auch die Regionalzüge zwischen Bremen und Niedersachsen sollen wie gewohnt fahren.
Was bedeutet der Streik für das Werder-Heimspiel?
Auch Fußballfans müssen wohl umplanen: Der Warnstreik dürfte sich auch auf das Werder-Heimspiel gegen Heidenheim am Samstag auswirken. Laut Werder wird der Park+Ride-Parkplatz am Hemelinger Hafen aber trotz des Streiks mit Shuttlebussen angefahren. „Dieser wird seit jeher von externen Unternehmen aus dem Umland befahren – und die werden nicht bestreikt“, erklärt BSAG-Sprecher Andreas Holling.
Die BSAG übernehme normalerweise nur das Management vor Ort. Das sei wegen des Warnstreiks nicht möglich. Stattdessen habe sich Werder um eine andere Lösung gekümmert. Die anderen Park+Ride-Stationen, die per Straßenbahn angefahren werden, werden wegen des Streiks nicht bedient.
Warum streiken die Bediensteten im Nahverkehr?
Mit dem erneuten Warnstreik will die Gewerkschaft im Tarifkonflikt um den kommunalen Nahverkehr den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Verdi fordert unter anderem längere Ruhezeiten für die 2.500 BSAG-Beschäftigten und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.
Die Gewerkschaft ruft in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal zu einem bundesweiten ÖPNV-Warnstreik auf. Schon am 2. Februar kam der Nahverkehr in Deutschland fast zum Erliegen, auch in Bremen ging damals nahezu nichts mehr. Viele Menschen fuhren stattdessen mit dem Auto oder nahmen sich ein Taxi.
Wie steht die BSAG zum Streik?
Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) kritisierte den Warnstreik. „Die Arbeitgeberseite hat eine Reihe von Vorschlägen und Kompromissen zu den aufgerufenen Forderungen vorgelegt“, hieß es in einer Mitteilung: „Daher ist ein Streik in diesem Umfang und zu diesem Zeitpunkt der Verhandlungen aus Sicht der BSAG in keinster Weise nachvollziehbar.“ Das Unternehmen bat Fahrgäste, an den Warnstreiktagen auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.
Quelle:
dpa.
Dieses Thema im Programm:
Bremen Zwei, Der Tag, 26. Februar 2026, 16:45 Uhr
