„Meist sind sie beauftragt, ausschließlich Geld anzunehmen. Wir haben oft erlebt, wie um die Ecke ein dickes Auto parkt und die Insassen ihre Bettler fest im Blick haben. Sobald etwas gegeben wird, steigen die Hintermänner aus und kassieren ein“, berichtet die Initiatorin der Obdachlosenhilfe „Aktion Brücke“. Wirklich helfen könne diesen Menschen weder die Initiative noch die Münchner Bevölkerung, so Sauer. „Das ist Aufgabe der Polizei und der Stadt“, sagt sie.

Wer im Stadtgebiet den heimischen Obdachlosen helfen möchte, solle laut der Expertin am besten „zunächst einmal ein freundliches Gespräch mit ihnen führen“ und sie fragen, ob und was sie benötigen. Einfach irgendetwas zu essen zu kaufen, das sei der falsche Weg.

Wer nicht in den persönlichen Kontakt treten kann oder möchte, hat die Möglichkeit, der „Aktion Brücke“ Sachspenden vorbeizubringen. Diese versorgt die Obdachlosen nicht nur jeden Sonntag mit warmen Speisen, sondern stattet sie auch mit Kleidung und Camping-Ausrüstung aus.

Am meisten benötigt werden würden wegen der kalten Wintermonate derzeit Schlafsäcke, Jacken und Schuhe. Wer helfen möchte, kann als Ehrenamtler auch jederzeit selbst mitanpacken.