
AUDIO: Lemgo gewinnt souverän gegen Hamburg (1 Min)
Handball-Bundesliga
Stand: 26.02.2026 21:17 Uhr
Handball-Bundesligist HSV Hamburg hat im vierten Spiel nach der EM-Pause die dritte Niederlage kassiert. Die Norddeutschen mussten sich am Donnerstagabend beim Europapokal-Anwärter TBV Lemgo Lippe mit 32:39 (15:18) geschlagen geben. Der HSVH bleibt dennoch Tabellenzehnter.
Vier Tage nach dem 25:23 im Heimspiel gegen die MT Melsungen hatte HSVH-Trainer Torsten Jansen nach 14 Minuten Redebarf. Das war nachvollziehbar. Es ruckelte doch arg im Spiel seines Teams. Die Deckung hatte keinen Zugriff, und dahinter hatte der norwegische Torhüter Robin Haug bis dahin lediglich eine bescheidene Paradenquote von 17 Prozent vorzuweisen. Und vorne waren es zu viele individuelle Fehler. Der sonst bei Siebenmetern so sichere dänische Rechtsaußen Frederik Bo Andersen setzte früh einen Strafwurf über das Tor.
HSVH verkürzt den Rückstand
Bald darauf scheiterten der zukünftige HSVH-Präsident Niklas Weller und Andersen in direkter Folge am österreichischen Nationalkeeper Constantin Möstl. Und Lemgos Linksaußen Samuel Zehnder schloss einen Steal per Gegenstoß selbst zum 7:4 für die Ostwestfalen ab (10.). Beim 6:10-Rückstand drückte Hamburgs Coach Jansen erstmals an diesem Abend den Buzzer, um seine Spieler in einer Auszeit neu zu instruieren.

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Und das gelang recht gut. Plötzlich ging es den Lemgoern, die mit vier Rückraumspielern agierten, nicht mehr so leicht von der Hand. Hamburg kam auf 10:12 heran, mehr als fünf Minuten blieb der TBV in dieser Phase ohne Tor. Zur Pause war es dann ein Drei-Tore-Rückstand, weil Lemgo Lippe punktgenau vor der Sirene die schnelle Mitte erfolgreich abschloss. Frederik Simak warf den Ball ins HSVH-Tor, in das Haug nach 7:6-Überzahlspiel noch nicht zurückgeeilt war.
Hamburger scheitern wiederholt an TBV-Keeper Möstl
Sieben Minuten nach Wiederbeginn sorgte Jacob Lassen für den 20:21-Anschlusstreffer, doch mehr ging nicht für Hamburg an diesem Abend. Von dem Zeitpunkt an, begann der Rückstand wieder anzuwachsen. Knapp sieben Minuten vor der Schlusssirene sorgte der starke TBV-Rückraumspieler Tim Suton (zehn Tore) für das 31:27 für die Ostwestfalen, die vor allem durch das Abwehrzentrum der Gäste zum Erfolg kamen.
Tore TBV Lemgo Lippe: Suton 10, S. Zehnder 9/4, N. Versteijnen 5, Wagner 5, Simak 4, Schagen 3, Nyfjäll 2, Hutecek 1
Tore HSV Hamburg: Jörgensen 7/2, Weller 6, Lassen 5, F. B. Andersen 4/2, Sauter 4, Kofler 3, Mortensen 2/2, Walullin 1
Strafminuten: 2 / 4
Und als Weller darauf an Möstl scheiterte und im Gegenzug Hendrik Wagner für eine Fünf-Tore-Führung sorgte, war klar: In den restlichen Minuten würde beim HSVH alles passen müssen, um nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Es kam nicht so. Der TBV ließ aber auch zu wenig zu. Am Ende war es für die Norddeutschen sogar eine Niederlage mit sieben Treffern Unterschied. Erfolgreichster HSVH-Spieler war Nicolaj Jörgensen mit sieben Toren.