Trump verspricht strahlenden Neuanfang für VenezuelaFast zwei Monate nach der Festnahme des autoritären venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch das US-Militär hat Donald Trump das südamerikanische Land als Verbündeten bezeichnet. „Wir haben von unserem neuen Freund und Partner, Venezuela, gerade mehr als 80 Millionen Barrel Öl erhalten“, sagte er in seiner Rede zur Lage der Nation. Die Gefangennahme von Maduro bedeute „einen strahlenden Neuanfang für das venezolanische Volk“.
Noch bis vor Kurzem war das Verhältnis zwischen den USA und Venezuela extrem angespannt. Anfang Januar nahm das US-Militär Maduro und dessen Ehefrau in der Hauptstadt Caracas gefangen und brachte sie außer Landes. Beide befinden sich inzwischen in New York, wo ihnen wegen angeblicher Verwicklung ins internationale Drogengeschäft der Prozess gemacht werden soll.
Trump will die riesigen Ölvorkommen Venezuelas nun zugunsten der USA nutzen. Dazu gehört aktuell auch die Kontrolle über den Rohölverkauf. Kritiker werfen der US-Regierung vor, das inzwischen von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez geführte Land wie eine Kolonie zu gängeln.
Bei Iran wiederum hat Trump weiter eine harte Hand angekündigt. „Ich werde niemals zulassen, dass der weltweit größte Förderer des Terrors, der sie bei Weitem sind, eine Atomwaffe besitzt.“ Allerdings habe er noch keine Zusage der iranischen Regierung erhalten, auf Atomwaffen zu verzichten, sagte Trump. Iran beteuert seit Jahren, dass sein Atomprogramm nur zivilen Zwecken dient. Die USA haben eine massive Militärpräsenz in der Region aufgebaut, am Donnerstag sollen die Gespräche weitergehen.
Zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine sagte Trump nichts Neues. Er monierte, dass jeden Monat tausende Soldaten sterben, und behauptete: Unter ihm als Präsident hätte der Krieg nie angefangen. Während seiner Präsidentschaftskampagne hatte er versprochen, den Krieg an seinem ersten Amtstag zu beenden.