Vertreter einer iranischen Delegation gehen zum Verhandlungsort in in Genf.

Die iranische Delegation in Genf (IMAGO / Iranian Foreign Ministry)

Omans Außenminister al-Bussaidi erklärte auf X, es habe erhebliche Fortschritten bei den Verhandlungen gegeben. Auch der iranische Außenminister Araghtschi sprach von Fortschritten. Beide Seiten müssten nun Rücksprache mit ihren Regierungen halten. Die Gespräche würden dann in der kommenden Woche „auf technischer Ebene“ fortgesetzt. Dem Vernehmen nach sollen diese in Wien stattfinden, dem Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA. Von der US-Delegation gibt es bisher keine Stellungnahme.

Die USA wollen nach eigenen Angaben verhindern, dass Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, das Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

Vance erhebt Vorwürfe

US-Vizepräsident Vance erklärte vor dem heutigen Treffen, die USA hätten Hinweise darauf, dass Teheran seit den amerikanischen Angriffen vom Juni sein Atomprogramm wieder aufbaue. Außenminister Rubio warf dem Iran zudem vor, Interkontinentalraketen zu entwickeln.

Auch Ukraine-Gespräche in Genf

In Genf wurden auch Verhandlungen zwischen Vertretern der Ukraine sowie Russlands und der USA über ein mögliches Ende des russischen Angriffskriegs geführt. Die Vereinigten Staaten waren mit den Gesandten Witkoff und Kushner vertreten, die auch bei den Iran-Gesprächen aktiv sind. Der ukrainische Präsident Selenskyj erklärte am Abend, die nächste Gesprächsrunde finde voraussichtlich Anfang März in Abu Dhabi statt.

Weiterführende Informationen
USA und Iran verhandeln: Durchbruch oder Eskalation?
Bericht über die Iran-USA-Gespräche in Genf (Audio)

Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.