Viele Eigentümer in Dortmund müssen 2026 draufzahlen. Grund sind die höhere Grundsteuer und steigende Gebühren. Dortmunds Kämmerer hält das aber für unausweichlich.

Herr Stüdemann, wie häufig müssen Sie sich privat gegenüber Ihren Nachbarn dafür rechtfertigen, dass die Nebenkosten für Eigentümer in Dortmund so hoch sind, wie sie sind?

Die Stadt hatte im Jahr 2025 für Wohngrundstücke erstmals einen niedrigeren Hebesatz angelegt als für Nichtwohngrundstücke. Dagegen ist inzwischen erfolgreich geklagt worden. War Ihnen von Anfang an bewusst, dass gesplittete Hebesätze rechtlich ein heikles Spiel sein werden?

Warum hat die Stadt Dortmund mit drei anderen Ruhrgebiet-Städten jetzt trotzdem gegen die Entscheidung Berufung eingelegt?

Dahinter steckt aber ja eine Ungerechtigkeit: Private Eigentümer sollen weniger zahlen, gewerbliche mehr. Warum will die Stadt Gewerbeeigentümer so ungleich mehr belasten?

So berechnet sich die Grundsteuer

Warum war es der Stadt nicht möglich, den Hebesatz für Wohneigentümer wie früher bei 610 Prozent zu belassen?

Und was könnte das sein?

Wie wichtig ist die Grundsteuer für den Haushalt der Stadt?

Die Dortmunder Grundsteuer

Geht die Kalkulation mit 130 Millionen auf oder gibt es zu viele Widersprüche von Eigentümern?

Wofür werden die über die Grundsteuer generierten Einnahmen ausgegeben?

Neben der Grundsteuer erheben Sie auch Gebühren für Abfall, Abwasser und Straßenreinigung, die Jahr für Jahr steigen – teils auch deutlich über der Inflation, obwohl die Gebühren eigentlich kostendeckend sein sollten. Wie passt das zusammen?

Die Gebühren werden von den jeweiligen Betrieben kalkuliert. Welchen Einfluss kann die Stadt nehmen, um sie im Rahmen zu halten?

Von Eigentümern hört man immer wieder, die Stadt würde einfach die Gebühren erhöhen, wenn die Stadtkasse leer ist. Was sagen Sie denen?

Wie wird es die nächsten Jahre weitergehen mit der Grundsteuer?