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Duisburg – Großeinsatz der Polizei am späten Abend im Duisburger Bordell-Bereich. Ein Zeuge hatte die Beamten über den Notruf alarmiert, weil in einem Etablissement ein Mann niedergestochen worden sei. Als die ersten Streifenwagen und der Notarzt eintrafen, lag das bewusstlose Opfer blutüberströmt und lebensgefährlich verletzt am Boden. Messerdrama im Rotlichtviertel!
Der Mann hatte mehrere Messerstiche in Brust, Bauch und im Rücken erlitten. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde er sofort in ein Krankenhaus gebracht, die Notoperation dauerte bis Mitternacht. Währenddessen sperrten Polizisten den Tatort im Bordell sofort weiträumig ab. Der Angriff geschah im Eingangsbereich von einem der sogenannten Laufhäuser mit Prostituierten. Aufgrund der massiven und lebensbedrohlichen Verletzungen wurde eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Duisburg alarmiert.

Großeinsatz der Polizei am späten Abend im Duisburger Bordell-Bereich
Foto: Justin Brosch

Im Eingangsbereich des Etablissements sicherten die Ermittler Spuren
Foto: Justin Brosch
Polizei fahndet nach dem Täter
Kurz danach sicherten Ermittler in weißen Schutzanzügen mögliche Spuren auf den Täter. Laut Zeugen soll der unbekannte Mann nach der Tat sofort geflüchtet und mit einem Fahrzeug vom Rotlichtviertel weggerast sein. Was genau das Motiv für die Bluttat ist, ist aktuell völlig unklar. Die Ermittler rätseln, ob es sich um einen Streit unter Freiern gehandelt hat oder ob der Angreifer möglicherweise ein Zuhälter war. Das Opfer konnte bislang noch nicht befragt werden, Zeugen berichteten nur von einem kurzen Wortgefecht zwischen den Männern. Danach soll der Täter sofort das Messer gezogen und brutal zugestochen haben.
Die Fahndung der Polizei nach dem Messerstecher läuft im gesamten Ruhrgebiet. Zeugen sollen sich bei der Polizei in Duisburg unter 0203–2800 melden. Insbesondere, wenn sie beobachtet haben, mit welchem Fahrzeug der mutmaßliche Angreifer nach der Tat von der Vulkanstraße geflüchtet ist.