Ventilatoren werden erneuert

Rheinufertunnel wird für vier Wochen gesperrt

27.02.2026 – 12:19 UhrLesedauer: 3 Min.

Der Rheinufertunnel in Düsseldorf (Archivbild): Ab März beginnen hier umfangreiche Sanierungsarbeiten, die sich massiv auf den Verkehr auswirken werden.Vergrößern des Bildes

Der Rheinufertunnel in Düsseldorf (Archivbild): Ab März beginnen hier umfangreiche Sanierungsarbeiten, die sich massiv auf den Verkehr auswirken werden. (Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert)

Der Rheinufertunnel ist schon bald für vier Wochen dicht. Aufwendige Ventilatorarbeiten beeinträchtigen den Verkehrsfluss in Düsseldorf.

Autofahrer in Düsseldorf müssen sich im Frühjahr 2026 auf erhebliche Einschränkungen einstellen: Der Rheinufertunnel wird von Montag, 30. März, 5 Uhr, bis Samstag, 25. April, vollständig gesperrt. Grund ist der Austausch von zwei großen Axialventilatoren, die im Brandfall für den Rauchabzug verantwortlich und damit zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzepts sind.

Wie die Stadt Düsseldorf mitteilt, müssen die Ventilatoren zur Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht erneuert werden. Hintergrund ist eine Aktualisierung des Brandschutzkonzepts, das bei einem Stau im Tunnel höhere Luftabsaugmengen vorschreibt. Ohne die beiden Anlagen darf der knapp zwei Kilometer lange Tunnel nicht betrieben werden.

Die Bauarbeiten sind technisch aufwendig: Jeder der beiden Ventilatoren ist rund fünfeinhalb Meter hoch und wiegt etwa sechs Tonnen. Bereits beim Bau des Tunnels Anfang der 1990er-Jahre wurden sie in Einzelteilen durch eine nur 2,5 mal 2 Meter große Öffnung rund zehn Meter in die Tiefe gelassen und in einem engen Schacht montiert. Für das gesamte Projekt kalkuliert die Stadt mit Kosten von rund 4,5 Millionen Euro. Einschließlich vorbereitender Maßnahmen ist eine Bauzeit von etwa zehn Wochen vorgesehen.

Der Rheinufertunnel zählt zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Düsseldorfs. Täglich nutzen ihn rund 45.000 Fahrzeuge. Ein Teil der Sperrung fällt bewusst in die verkehrsärmeren Osterferien (30. März bis 12. April), um die Belastung zu reduzieren.

Während der Vollsperrung will die Stadt zudem reguläre Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchführen. Außerdem wird der Einbau einer energiesparenden LED-Beleuchtung fortgesetzt.

Bereits ab Anfang März werden Flächen auf der Rheinuferpromenade für die Baustelle benötigt. Betroffen ist der Bereich zwischen Rathausufer 16 und der Brücke über den Zugang zum Alten Hafen – sowohl auf der oberen als auch auf der unteren Rheinwerft. Zeitweise kann auch die Verbindungsrampe zwischen beiden Ebenen gesperrt werden.

Der Radverkehr entlang des Rheins bleibt möglich, allerdings mit eingeschränkter Wegbreite. Eine Umleitung ist nicht vorgesehen. Auch Fußgänger können die Promenade weiterhin nutzen. Die Schranke am Mannesmannufer bleibt während der Bauarbeiten geöffnet, die Tiefgarage Altstadt/Rheinufer ist weiterhin erreichbar.

Für die Dauer der Tunnelsperrung greift die Stadt auf sogenannte Alternativroutenstrategien zurück. Ampelschaltungen auf Ausweichstrecken werden angepasst, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Hinweise auf Sperrung und empfohlene Routen erscheinen auf städtischen LED-Tafeln.

Als wichtigste Alternativrouten nennt die Stadt:

Für den Nord-Süd-Verkehr werden zudem folgende Strecken empfohlen: