Die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. Das gab das Statistische Bundesamt anlässlich des Equal-Pay-Days an diesem Freitag bekannt. Demnach verdienten Frauen im Schnitt 16 Prozent weniger pro Stunde als Männer.

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Dies bezog sich auf den sogenannten unbereinigten Gender-Pay-Gap, der sich aus der Betrachtung der Unterschiede im
Bruttoverdienst ergibt. Männer verdienten im Jahr 2025 durchschnittlich 27,05 Euro in der
Stunde und damit 4,24 Euro mehr als Frauen. Im Vorjahr hatte sich die Lücke um zwei Prozentpunkte verringert. Dabei ist die Lücke in Westdeutschland
mit 17 Prozent größer als in Ostdeutschland, wo sie bei fünf Prozent liegt.

Der bereinigte Gender Pay Gap liegt bei 6 Prozent. Bei diesem werden Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen berechnet, die die gleiche Stundenanzahl, in der gleichen Branche und in der gleichen Position arbeiten.

Hohe Teilzeitquote und geringere Erwerbstätigenquote bei Frauen

Als mögliche Ursache für Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen insgesamt nannte das Statistische Bundesamt eine höhere Teilzeitquote unter Frauen. So gingen Frauen 2025 über alle Beschäftigungsverhältnisse hinweg knapp
28 Stunden pro Woche einer bezahlten Arbeit nach. Bei Männern waren es
34 Stunden pro Woche. Dies entspricht einem Unterschied von 18 Prozent.

Zudem zeigten sich Unterschiede in der Erwerbstätigenquote. So gingen 81 Prozent der Männer einer bezahlten Arbeit nach, während dies nur für 74 Prozent aller Frauen galt.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts beruhten die Werte zum Verdienstunterschied und zum Anteil der bezahlten Arbeitszeit auf Erhebungen aus dem Monat April. Der Anteil der Erwerbsbeteiligung wurde aus Daten des Mikrozensus entnommen, wobei die jüngsten Zahlen aus Endergebnissen von 2024 stammen.

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