
Stand: 27.02.2026 13:44 Uhr
Das Hauptzollamt Braunschweig hat Bilanz gezogen. Demnach hat die Behörde mit Standorten in Braunschweig, Göttingen und Hildesheim 2025 über 9.000 Personen kontrolliert – und höhere Geldstrafen als 2024 verhängt.
Der Bilanz zufolge ist 2025 durch Schwarzarbeit in der Region rund um Braunschweig, Göttingen und Hildesheim ein Schaden von mehr als 4,6 Millionen Euro entstanden. Diese Summe umfasse den Steuerschaden und den Schaden bei den Sozialversicherungen, teilte das Hauptzollamt (HZA) am Freitag mit.
Schaden durch Schwarzarbeit in ganz Niedersachsen gestiegen
Den Jahresbilanzen der Generalzolldirektion Bonn zufolge ist die Schadenssumme in ganz Niedersachsen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Niedersachsenweit entstand demnach 2025 ein Schaden von rund 57 Millionen Euro, im Jahr 2024 waren es noch rund 48 Millionen.
Braunschweig: Mehr Ermittlungsverfahren und höhere Geldstrafen
Laut HZA Braunschweig überprüften die Zöllnerinnen und Zöllner im Jahr 2025 über 9.000 Personen bei 606 Arbeitgebern und verhängten höhere Geldstrafen als im Vorjahr. Demnach wurden 2024 Geldstrafen in Höhe von insgesamt rund 600.000 Euro und 2025 in Höhe von rund 730.000 Euro erwirkt. „Wir konzentrieren uns gezielt auf Betriebe, bei denen aufgrund vorheriger Analysen ein erhöhtes Risiko für Verstöße besteht“, sagte Jens Bode, Leiter des Sachgebiets E, das für Prüfungen und Ermittlungen zuständig ist. Das HZA hat den Angaben zufolge im Jahr 2025 über 4.000 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten eingeleitet.

Zoll und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Diesel-Betrugs: Schmieröl soll als Diesel verkauft worden sein.

Ein 68-Jähriger soll den Alkohol illegal in seinem Haus hergestellt haben. 60 Liter Hochprozentiges wurden beschlagnahmt.

Auch in einem Nagelstudio wurden die Beamten fündig. Mehrere Beschäftigte hatten keinen gültigen Aufenthaltstitel.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.02.2026 | 12:00 Uhr