Nicht jede kleinere Rangelei resultiert aus einem Streit: Denn Kinder messen sich gerne spielerisch mit Gleichaltrigen – oft mit viel Bewegung und Körpereinsatz. Laut Kreis Mettmann sei diese Form des „Ringen und Raufens“ ein natürlicher Bestandteil kindlicher Entwicklung und biete wichtige Lernchancen.
Und genau da setzte ein Angebot der Lott-jonn-Initiative Kinder- und Jugendgesundheit an, das in der Evangelischen Kita Düsseler Tor durchgeführt wurde, um pädagogische Fachkräfte aus Kitas für den Umgang mit diesem Thema zu sensibilisieren. Unter dem Titel „Ringen und Raufen – sozial-emotionale Regulation über Bewegung“ nahmen insgesamt 14 Mitarbeitende aus Kitas im Kreis Mettmann an der Weiterbildung der Lott-jonn-Initiative teil, wie der Kreis Mettmann mitteilt.
Im Mittelpunkt habe die Frage, wie kontrolliertes Ringen und Raufen Kinder dabei unterstützt, ihre Gefühle zu regulieren, Grenzen zu erkennen und fair miteinander umzugehen, gestanden. Die Teilnehmenden lernten, wie solche Bewegungsangebote Kindern helfen können, Aufregung, Wut oder Frust besser zu steuern und Konflikte eigenständig zu lösen.
„Die Fortbildung bot zahlreiche praktische Aufgaben und Übungen, die direkt im Kita-Alltag umgesetzt werden können. Ziel ist es, die Selbstwirksamkeit der Kinder zu stärken und ihnen Werkzeuge für Impulskontrolle und konstruktive Konfliktlösung an die Hand zu geben“, heißt es in der Mitteilung.
Referentin war Ingrid Rössler. Sie freute sich über das große Interesse und die positiven Rückmeldungen. Konzepte wie „Ringen und Raufen“ sollen künftig verstärkt in Kitas eingesetzt werden, um Kindern sichere Räume für Bewegung, Fairness und emotionales Lernen zu bieten, informiert der Kreis.
Wer dazu mehr Infos haben möchte, kann sich bei Vassiliki Noti vom Kreisgesundheitsamt Mettmann unter Telefon 02104 992259 oder per E-Mail an lott-jonn@kreis-mettmann.de melden. Infos sind auch auf der Seite des Kreises www.kreis-mettmann.de unter dem Suchbegriff „Lott jonn“ erhältlich.