„Resident Evil Requiem“ ist das erste Spiel, das auf der PS5 Pro das neue PSSR nutzt. Und wie eine erste Analyse von Digital Foundry zeigt, macht Sonys KI-Upscaler einen gewaltigen Sprung nach vorn und rückt deutlich näher an Nvidias DLSS heran.
Bereits im vergangenen Jahr häuften sich die Berichte, dass Sony hinter den Kulissen an einer neuen Version von PSSR arbeitet. Im September meldete sich der PlayStation-Hersteller dann auch offiziell zu Wort und bestätigte, dass der überarbeitete KI-Upscaler der PS5 Pro fortan auf AMDs FSR 4 basiert.
Heute folgte dann die Überraschung: Sony kündigte das neue PSSR offiziell an und bestätigte den Rollout des entsprechenden System-Updates für März 2026. Doch „Resident Evil Requiem“, das am heutigen Freitag seinen Release feiert, schickt die neue Technologie bereits jetzt ins Rennen und nutzt als erstes Spiel die Vorzüge des Upgrades auf der PS5 Pro.
Dementsprechend haben die Technik-Experten von Digital Foundry das neue PSSR anhand von Capcoms Horror-Hit bereits unter die Lupe genommen. Und in ihrer technischen Analyse machen sie deutlich, dass Sony hier offenbar ein echtes Ass im Ärmel hat, das die Bildqualität auf ein neues Level hebt.
Requiem auf der PS5 Pro: Knackiges 4K trotz niedriger Basisauflösung
Wie Digital Foundry in ihrem Bericht erklären, wird „Requiem“ auf der PS5 Pro im Raytracing-Modus von einer Basisauflösung knapp über 1080p auf 4K hochskaliert. Und dadurch werden feinste Details wie Stoffnähte oder kleine Texte in der Spielwelt laut Richard Leadbetter „überzeugend“ in 4K aufgelöst.
Währenddessen kann die Bildrate das Ziel von 60 FPS selbst bei hoher Bildqualität stabil halten, während das in der Vergangenheit oft störende Bildrauschen der Vergangenheit angehört. Zwar gibt es in Raytracing-Szenen noch ein leichtes Rauschen, das laut Digital Foundry jedoch Capcoms eigener „Denoising“-Lösung geschuldet sei und auch identisch auf dem PC auftrete, selbst mit DLSS 4.5.
PSSR 2.0 vs. FSR4 und DLSS: Wer hat die Nase vorn?
Besonders spannend ist jedoch der direkte Vergleich mit den PC-Platzhirschen. Da das neue PSSR nämlich auf der Machine-Learning-Architektur von FSR4 aufbaut, schließt es die Lücke zur Konkurrenz laut Digital Foundry fast vollständig.
In puncto Bildruhe präsentiert sich das neue PSSR als extrem stabil und eliminiert störendes Ghosting nahezu komplett. Während Nvidias DLSS 4.5 hier ebenfalls exzellente Ergebnisse liefert, in seltenen Fällen aber noch minimale Ghosting-Effekte zeigt, wirkt FSR4 im Vergleich zwar gut, aber insgesamt etwas weicher im Bildaufbau.
Bei der Kantenschärfe bleibt DLSS allerdings weiterhin der marktführende Standard, doch PSSR hat hier deutlich aufgeholt und liefert nun ein wesentlich knackigeres Bild als zuvor. Auch FSR4 spielt hier in einer sehr hohen Liga mit.
Allerdings setzen die jeweiligen Upscaler auch unterschiedliche Schwerpunkte: Während das neue PSSR vor allem durch das Fehlen der typischen TAA-Nachzieheffekte glänzt, punktet DLSS mit der derzeit besten Textur-Klarheit am Markt. FSR4 hingegen überzeugt hauptsächlich durch eine starke Darstellung von Details in der Ferne.
Sonys KI-Upscaling erreicht das nächste Level
Digital Foundrys Fazit: In „Resident Evil Requiem“ glänzt das neue PSSR vorwiegend dadurch, dass es die typischen „Ghosting“-Effekte, mit denen DLSS und FSR4 in bestimmten Szenen noch zu kämpfen haben, komplett vermeidet.
DLSS bleibt zwar der König bei der Lesbarkeit von Texten und der Schärfe, PSSR folgt jedoch dicht dahinter auf Platz 2 und lässt das normale FSR4 im Hinblick auf die Bildklarheit hinter sich.
Zudem betonen die Technik-Experten, dass das neue PSSR gezielt für das Spielen am Fernseher optimiert ist. Während man am PC-Monitor jedes Artefakt sprichwörtlich mit der Lupe sucht, liefert PSSR auf der Couch ein Bild, das von nativem 4K kaum noch zu unterscheiden ist.
Für Digital Foundry steht somit fest: Mit dem neuen Update ist das KI-Upscaling auf der PlayStation endlich dort angekommen, wo es sein sollte. „Requiem“ scheint damit das erste Spiel zu sein, das das volle Potenzial der PS5 Pro ausschöpft.
Abschließend sei erwähnt, dass die neue PSSR-Version nicht nur für neue Spiele gedacht ist. Mit dem von Sony angekündigten Update wird im März eine systemweite Option („Enhance PSSR Image Quality“) für die PS5 Pro eingeführt. Damit lassen sich dann auch ältere Titel, die noch die erste PSSR-Version nutzen, optisch aufwerten – sofern die Entwickler kein separates Update nachschieben.
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