Der Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, hat US-Präsident Donald Trump bei einem unangekündigten Besuch in Washington getroffen. Bei dem Treffen, das Mamdani auf Instagram am Donnerstag selbst als „produktiv“ beschrieb, ging es unter anderem um ein Wohnungsbauprojekt in New York.
Mamdani brachte Trump ein nachgebautes Zeitungscover der „New York Daily News“ mit. Darauf war das Gesicht des US-Präsidenten unter dem Titel „Trump to City: Let’s Build“ („Trump an die Stadt: Lass uns bauen“) zu sehen. Die gefälschte Titelseite ist eine Anspielung auf ein legendäres Titelblatt aus dem Jahr 1975, als der damalige US-Präsident Gerald Ford ankündigte, die Finanzhilfe für das fast zahlungsunfähige New York zu blockieren. Damals hieß die Schlagzeile: „Ford to City: Drop Dead“ („Ford zur Stadt: Stirb“).
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Konkret ging es um ein Projekt, bei dem rund 12.000 neue Wohneinheiten entstehen sollen, schreibt der „Guardian“ unter Berufung auf Joe Calvello, den Sprecher des Bürgermeisters. Über weitere Details zum Zeitplan, Standort oder den nächsten Schritten wurde ihmzufolge nicht gesprochen – Trump soll von der Idee aber begeistert gewesen sein.
Bei dem ersten gemeinsamen Treffen von Trump und Mamdani im November 2025 habe der Präsident den Bürgermeister ermutigt, mit einer Idee für große gemeinsame Projekte in New York zurückzukehren. Seitdem sollen die zwei laut „Guardian“ in regelmäßigem Kontakt stehen.
Bei seiner Rede zur Lage der Nation am Montagabend sagte Trump über Mamdani: „Der neue kommunistische Bürgermeister von New York, ich finde ihn eigentlich ganz sympathisch. Ich spreche oft mit ihm. Schlechte Politik, aber netter Kerl.“
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Mamdani gab auch an, mit Trump über eine von ICE inhaftierte Studentin an der Columbia-Universität gesprochen zu haben. Am Donnerstagabend schrieb er auf Social Media, er habe gerade noch einmal mit dem US-Präsidenten deswegen telefoniert: „Er hat mir mitgeteilt, dass sie umgehend freigelassen wird.“ (tsp)