Der US-Präsident Donald Trump erklärte am Freitag, er sei nicht zufrieden mit dem Iran und wolle ein Abkommen mit Teheran erzielen, warnte jedoch, dass man „manchmal“ militärische Gewalt anwenden müsse.
Trump äußerte sich gegenüber Reportern, als er das Weiße Haus zu einer Reise nach Texas verließ. Er sagte, der Iran sei weiterhin nicht bereit, wie von den Vereinigten Staaten gefordert, auf Atomwaffen zu verzichten.
Er sprach einen Tag, nachdem die Verhandlungen zwischen den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sowie iranischen Vertretern in Genf ohne Einigung beendet worden waren. Eine massive US-Militärpräsenz befindet sich in der Region und wartet auf Trumps Befehl.
Auf die Frage nach dem möglichen Einsatz von Gewalt sagte Trump, die Vereinigten Staaten verfügten über das größte Militär der Welt.
„Ich würde es lieber nicht einsetzen, aber manchmal muss man das,“ sagte er.
Trump teilte mit, dass später am Tag weitere Gespräche zum Thema Iran stattfinden würden. Er nannte keine Namen, aber am Donnerstag befanden sich hochrangige US-Verteidigungsbeamte zu Gesprächen im Weißen Haus.
„Wir wollen keine Atomwaffen durch den Iran und sie sprechen diese goldenen Worte nicht aus,“ sagte Trump.
Der Präsident plante für später am Freitag Veranstaltungen in Corpus Christi, Texas, und wollte anschließend nach Palm Beach, Florida, weiterfliegen, um das Wochenende in seinem Club Mar-a-Lago zu verbringen.
Oman, das als Vermittler zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran auftritt, entsandte laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle am Freitag seinen Außenminister zu Gesprächen mit US-Vizepräsident JD Vance nach Washington.
Eine Quelle, die über die internen Beratungen im Weißen Haus informiert ist, sagte Reuters, Trump, der im vergangenen Juni einen Bombenangriff auf iranische Atomanlagen gestartet hatte, sei „sehr klar über alle ihm zur Verfügung stehenden Optionen“.
Intern werde anerkannt, dass ein Vorgehen gegen den Iran schwieriger wäre als die Festnahme des venezolanischen Führers Nicolas Maduro durch die USA, und es herrsche zudem Pessimismus darüber, ob die Verhandlungen erfolgreich sein werden, so die Quelle.
„Niemand ist besonders optimistisch in Bezug auf die Verhandlungen,“ sagte die Quelle.