Megaprojekt in Arbeit

Mainufer wird wochenlang gesperrt: Das ist der Grund

Aktualisiert am 27.02.2026 – 10:07 UhrLesedauer: 2 Min.

imago images 0808155980Vergrößern des Bildes

Blick vom südlichen Mainufer Frankfurts (Archivbild): In den kommenden Wochen wird es komplett gesperrt. (Quelle: IMAGO/Juergen Wiesler/imago)

Für den geplanten Fernbahntunnel wird am Mainufer gebohrt. Ein zentraler Weg in der Innenstadt ist deshalb mehr als vier Wochen dicht.

Wegen Bohrungen für den geplanten Fernbahntunnel in Frankfurt wird ein zentraler Abschnitt am Mainufer dichtgemacht. Fußgänger und Radfahrer müssen mehr als vier Wochen ausweichen. Zwischen Eisernem Steg und Alter Brücke wird der Mainuferweg vom 24. Februar bis zum 2. April 2026 komplett gesperrt. Grund sind Baugrunderkundungen am südlichen Ufer.

Fußgänger und Radfahrer sollen in dieser Zeit auf den Schaumainkai beziehungsweise das Sachsenhäuser Ufer ausweichen. Vor Ort werde die Umleitung ausgeschildert, teilt die Bahn mit.

Seit Juni 2025 führen beauftragte Unternehmen im Auftrag der DB InfraGO Erkundungsbohrungen entlang möglicher Trassenvarianten durch. Insgesamt sind 150 Bohrungen im Stadtgebiet geplant, einige davon direkt am Hauptbahnhof. Die Löcher reichen teils bis zu 135 Meter in die Tiefe.

„Wir erkunden den Untergrund, um das Bauverfahren optimal festlegen zu können“, sagt Bautechnik-Leiter Rainer Haschke. Untersucht werde unter anderem, wie stabil der Boden ist, wie feucht der Ton ausfällt und in welcher Tiefe eine künftige Station liegen kann. Die Daten zur Bodenbeschaffenheit und zu Grundwasserströmungen gelten als zentrale Grundlage für die weitere Planung. Eine einzelne Bohrung dauert nach Angaben der Bahn rund drei Wochen.

Der Fernbahntunnel soll den überlasteten Frankfurter Hauptbahnhof langfristig entlasten und den Fernverkehr beschleunigen. Geplant sind unterirdische Bahnsteige unter der Innenstadt, an denen künftig Fernzüge halten. Nach aktuellem Stand könnten die Züge Anfang der 2040er-Jahre durch den Tunnel rollen. Der Kostenrahmen liegt bei rund 3,6 Milliarden Euro.

Die laufenden Bohrungen im Stadtgebiet sollen bis Sommer oder Herbst 2026 abgeschlossen sein. Da weitere Bohrungen geplant werden sind in diesem Jahr zusätzliche Einschränkungen in der Stadt zu erwarten.