Die Federal Communications Commission (FCC) hat am Freitag die Übernahme von Cox Communications durch Charter Communications für 34,5 Milliarden US-Dollar genehmigt.

Der im März 2025 bekannt gegebene Deal vereint zwei der größten US-Kabel- und Breitbandanbieter im Wettbewerb mit Streaming-Diensten und Mobilfunkanbietern.

Laut FCC wird Charter, Eigentümer der Marke Spectrum, Milliarden von Dollar investieren, um sein Netz aufzurüsten und Hochgeschwindigkeitsdienste bereitzustellen. Das Unternehmen hat sich zudem verpflichtet, Arbeitsplätze in die USA zu verlagern. Charter hat außerdem zugestimmt, den Mindestlohn von 20 US-Dollar pro Stunde auch für Cox-Beschäftigte einzuführen.

Reuters berichtete im vergangenen Jahr, dass durch den Zusammenschluss der größte US-Kabel-TV- und Breitbandanbieter mit rund 38 Millionen Abonnenten entstehen würde, womit der bisherige Marktführer Comcast überholt wäre.

FCC-Vorsitzender Brendan Carr erklärte, der Deal bedeute, dass Kunden Zugang zu günstigeren Tarifen erhielten.

Cox bietet Breitband-, Kabelfernseh-, Sprach- und drahtlose Dienste für 6,3 Millionen Kunden an. Charter teilte der FCC mit, dass man das Breitbandnetz von Cox modernisieren werde, was deutlich schnellere Internetgeschwindigkeiten im Versorgungsgebiet von Cox durch einen beschleunigten Prozess ermöglichen werde, als es ohne den Deal der Fall wäre.

Charter lehnte einen Kommentar ab.

Wie bei anderen jüngsten Transaktionen, die Verizon, T-Mobile, AT&T und Paramount betrafen, verlangte die FCC von Charter die Zusicherung, keine Programme zu Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) als Bedingung für die Genehmigung zu nutzen. Präsident Donald Trump hatte im Januar 2025 eine Executive Order erlassen, die DEI-Programme verbietet, und Unternehmen zur Einhaltung gedrängt.

Die FCC teilte mit, Charter habe „seine Praktiken angepasst und verpflichtet sich zu einem Arbeitsumfeld ohne diskriminierende Benachteiligung.“

Die Unternehmen gehen davon aus, innerhalb von drei Jahren nach Abschluss der Transaktion, der für Mitte 2026 erwartet wird, Kosteneinsparungen von 500 Millionen US-Dollar zu erzielen.

Im Rahmen des Bar- und Aktiendeals übernimmt Charter etwa 12,6 Milliarden US-Dollar Nettoschulden und andere Verpflichtungen von Cox, wodurch sich ein Unternehmenswert der Transaktion von 34,5 Milliarden US-Dollar ergibt.

Das kombinierte Unternehmen wird innerhalb eines Jahres nach Abschluss des Deals unter dem Namen Cox Communications firmieren, wobei Spectrum die verbraucherorientierte Marke bleibt. Charter und Cox hatten bereits 2013 über eine Fusion verhandelt, den Plan jedoch damals verworfen.