
AUDIO: Gemeinschaftlicher Mord im Stadtpark: Täter verurteilt (1 Min)
Stand: 27.02.2026 18:53 Uhr
Im April vergangenen Jahres war ein 18-Jähriger im Hamburger Stadtpark getötet worden. Etwa 100 Mal stachen die Täter auf den jungen Mann ein. Jetzt hat das Hamburger Landgericht die beiden 19-Jährigen zu langen Jugendstrafen verurteilt.
Die Jugendkammer verhängte Haftstrafen von zwölf beziehungsweise neuneinhalb Jahren. Die beiden waren bei der Tat 18 Jahre alt. Sie hatten sich laut Anklage mit ihrem 18-jährigen Bekannten im Stadtpark verabredet, ihn dort betrunken gemacht und dann erstochen.
Täter hatte sich mit der Tat gebrüstet
Passanten fanden die Leiche wenig später in einem Gebüsch in der Nähe des Kinder-Planschbeckens. Die beiden jungen Männer wurden kurz nach der Tat festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hatte sie wegen gemeinschaftlichen heimtückischen Mordes angeklagt. Einer der beiden soll zudem aus reiner Mordlust gehandelt haben. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft hatte dem NDR gesagt, er habe sich in der Haft mit dem Mord gebrüstet.
Besondere Schwere der Schuld
Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Höchststrafe nach dem Jugendstrafrecht beträgt normalerweise zehn Jahre. Bei Heranwachsenden, also jungen Erwachsenen unter 21, können in besonderen Fällen bis zu 15 Jahre Haft verhängt werden. In diesem Fall sei die besondere Schwere der Schuld festgestellt worden, sagte der Gerichtssprecher.

Laut Staatsanwaltschaft ist gegen zwei 18-Jährige Haftbefehl wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Totschlags erlassen worden.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.02.2026 | 18:00 Uhr