Der Stadt Viersen droht für das kommende Jahr ein Defizit im städtischen Haushalt von gut 40 Millionen Euro. Dies hatte Kämmerin Birgit Wöltering in der Dezember-Sitzung des Viersener Stadtrates prophezeit und angeregt, diese Lücke aus der Ausgleichsrücklage und der Allgemeinen Rücklage der Stadt zu schließen, um nicht gar in die Haushaltssicherung abzurutschen. Die FDP hat nun zwei Anträge für die nächste Ratssitzung gestellt, in denen sie Möglichkeiten aufführt, um Geld einzusparen. Sie schlägt zum einen vor, freiwillige Ausgaben für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Repräsentationen sowie in den Bereichen Stadtmarketing, Citymanagement und Tourismus um zehn Prozent zu kürzen. Ein weiterer Ansatz ist, auch für das Jahr 2026 einen globalen Minderaufwand von zwei Prozent der ordentlichen Aufwendungen anzusetzen. Der globale Minderaufwand ist eine pauschale, noch nicht konkret zugeordnete Einsparung im Haushaltsplan, um Kosten zu senken oder einen Fehlbetrag auszugleichen und stellt eine allgemeine Sparverpflichtung dar. „Hierdurch verringert sich der Fehlbetrag und somit die Notwendigkeit zum vorzeitigen vollständigen Verbrauch der Ausgleichsrücklage bzw. der Allgemeinen Rücklage um 3.504.303 Euro“, sagt Fraktionsvorsitzender Stefan Feiter in dem Antrag.