Gütersloh. Über die Militärübung der britischen Streitkräfte in der Region sind einige Eckdaten bekannt geworden. Demnach wird die Übung vier Wochen dauern; nach einer Mitteilung, die die Orte Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz erhielten, rücken die Briten am Montag, 11. Mai, an und bleiben bis 8. Montag, Juni.

Konkret werden rund 850 Soldaten ihr Lager auf dem Kasernengelände an der Marienfelder Straße (B 513) aufschlagen. Sie bringen 200 Radfahrzeuge mit; darunter versteht man alles, was nicht auf Ketten unterwegs ist: Radpanzer wie den „Boxer“ etwa oder schwer gepanzerte Fahrzeuge für den Transport von Konvois und Material.

Das Lager ist Teil einer größeren Übung, die sich über OWL und angrenzende Regionen erstreckt und an der sich bis zu 3.500 Soldaten beteiligen.

Soldaten trainieren auf öffentlichen Straßen und Wohngebieten

Die drei heimischen Kommunen wurden darüber informiert, dass die Briten für die Dauer der Übung ein „logistisches Verteilzentrum“ auf dem alten Flugplatzgelände einrichten. Mit einem solchen sogenannten Lug-Hub üben die Soldaten das Verteilen von Versorgungsgütern wie Munition und Betriebsstoffe. Außerdem haben sie vor, eine bestimmte Gefechtssituation zu trainieren.

Wie schon Anfang des Jahres bekannt gegeben, handelt es sich um eine „freilaufende Übung“. Damit ist gemeint, dass nicht auf einem eingezäunten Truppenübungsplatz, sondern im freien Gelände, auf öffentlichen Straßen und in bewohntem Gebiet geübt wird.

Solche Einsatzszenarien gelten als realitätsnäher, auch als komplexer. Sich im öffentlichem Raum zu bewegen, teils zwischen zivilem Verkehr und Gebäuden, ist herausfordernder als auf abgeschirmtem Terrain. Anfragen bei Grundbesitzern und Landwirten sind gestellt.

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Laut Auskunft aus dem Rathaus Harsewinkel werden die betroffenen Kommunen zeitnah über weitere Einzelheiten der Übung informiert, „insbesondere darüber, mit welchen Auswirkungen auf das Gemeindegebiet zu rechnen ist“.