Bad Salzuflen/Werl-Aspe. Der achte Jahrgang beschäftigte sich mit Europa in Kunst, Technik, Schrift, Handwerk, Sport und Kochen. Siebtklässler widmeten sich der Frage gemeinsamer europäischer Werte. Und die Jahrgangsstufe 10 blickte auf die Geschichte Europas und der EU: Der Europatag an der Gesamtschule Aspe hat viele Schwerpunkte gehabt, wie die Schule mitteilt.
Was bedeutet es, in der Europäischen Union aufzuwachsen? Wie steht es um die eigene Identität inmitten der Vielfalt? Das waren weitere Themen der Siebtklässler. Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler von „Europa-Profis“: Schülern des 9. und 10. Jahrgangs, die im Rahmen eines Projektes im vergangenen November nach Brüssel gereist waren und sich intensiv mit Europa auseinandergesetzt hatten. Die Mehrheit der Siebtklässler verband die Europäische Union mit Gesetzen und Regeln, freiem Reisen, Handel, Umweltschutz und Frieden.
Schüler sorgen sich um den Frieden in Europa
Gerade Letzteres scheine in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen zu haben, stellt die Schule in ihrer Pressemitteilung fest. „Es wird deutlich, dass die Bedrohung des Friedens in Europa auch für die Teenager ein sehr relevantes Thema ist.“ Eher wenige Schüler hätten die EU hingegen mit Wohlstand, guter Schulbildung oder gemeinsamen Werten verbunden.
„Ohne Austausch entsteht Rassismus“: Zu dieser Schlussfolgerung kam der 9. Jahrgang, der sich unter anderem mit den Themen Flucht, Migration und Rassismus auseinandersetzte. Die Zehntklässler beschäftigten sich mit den historischen Wurzeln, den politischen Entscheidungswegen und aktuellen Herausforderungen.
Oberstufe nimmt an Planspiel teil
Auch die Oberstufe nahm am Europatag teil. Wie es weiter heißt, reiste die Jahrgangsstufe EF nach Brüssel, um die EU live zu erleben, und besuchte das Europäische Parlament. Die Schüler der Q1 und Q2 nahmen an einem zweitägigen Planspiel zu Entscheidungsfindungen in der Europäischen Union teil. Während sich die Q2 mit dem Thema Migration befasste, arbeitete die Q1 zu Fragen des Umweltschutzes mit besonderem Schwerpunkt auf Plastik und möglichen Plastikverboten in der EU.
Nach einer kurzen Theoriephase schlüpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedene Rollen, waren Vertreter des Ministerrats, des EU-Parlaments oder der Europäischen Kommission, und verhandelten über gemeinsame Lösungsansätze. Ziel war es, die komplexen Abstimmungsprozesse innerhalb der EU praxisnah zu erleben und politische Entscheidungsfindung besser zu verstehen. Mitarbeiter des Düsseldorfer Civic-Instituts begleiteten die Gruppen während des Planspiels. Finanziert wurde es von der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Die Schule betont in ihrer Pressemitteilung die Bedeutung ihres jährlichen Europatags – „gerade in einer Zeit, in der Europa oft komplex und schwer greifbar wirkt“.