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Bochum/Düsseldorf – Diese Niederlage hat ihn richtig angefressen! VfL-Trainer Uwe Rösler (57) hatte sich seine Rückkehr nach Düsseldorf (Coach von 2020 bis 2021) anders vorgestellt. Statt 3 Punkte, gute Laune und etwas weniger Sorgen im Abstiegskampf, gibt es nach der 1:2-Pleite das komplette Gegenteil. Weil die Leistung seiner Mannschaft überhaupt nicht passte, ließ Rösler auf der Pressekonferenz nach dem Spiel seinem Unmut freien Lauf.

Der VfL-Trainer: „Wir kommen gut ins Spiel, haben gleich eine Riesenchance. Danach sind wir auf den Seiten nicht richtig hingekommen. Wir hatten nicht die Energie, nicht die läuferische Stärke. Fortuna hat das gemacht, was wir erwartet haben.“ Dann legt Rösler richtig los: „Die erste Halbzeit war mutlos, kraftlos, energielos. Ich habe die Mannschaft selektiert und eingestellt. Ich übernehme voll die Verantwortung.“

Mehr zum ThemaRösler: „Ich muss mich entschuldigen“

Lediglich Schlussmann Timo Horn (32) zeigt eine starke Leistung, hält den Bundesliga-Absteiger mehrfach im Spiel. Auch die Joker (u. a. Torschütze Farid Alfa-Ruprecht und Vorlagengeber Oliver Olsen) bringen mehr Leben in die Partie, können den Rückstand aber nicht mehr drehen. Rösler wendet sich daher direkt an die Fans: „Ich muss mich das erste Mal, seitdem ich hier bin, bei den Fans entschuldigen. 10 000 sind angereist, es gibt wenige Teams, die so etwas mobilisieren können. Ich habe meine Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht wiedererkannt und bin sehr enttäuscht.“

Timo Horn (32) war der beste Bochumer auf dem Platz, war nach der Niederlage schwer enttäuscht

Timo Horn (32) war der beste Bochumer auf dem Platz, war nach der Niederlage schwer enttäuscht

Foto: picture alliance/Dennis Ewert/RHR-FOTO

„Der Bonus ist aufgebraucht“

Im kommenden Spiel gegen Nürnberg (Samstag, 20.30 Uhr/Sky und RTL) dürfte es einige Veränderungen in der Startelf geben. Der Trainer konsequent: „Der Bonus ist aufgebraucht. Die Karten werden neu gemischt.“ Am Samstag dürfen sich die VfL-Profis auf einen längeren Vormittag einstellen. „Wir werden eine Videosession machen und uns das komplette Spiel anschauen. Dann werden wir sehen, woran es gelegen hat. Da hat jeder die Chance oder auch die Pflicht, sich intern dazu zu äußern“, kündigt Rösler an.

Fakt ist: Durch die Niederlage muss der VfL hoffen, dass die Keller-Konkurrenz Punkte liegen lässt. Denn im Bochumer Horror-Szenario kann der Vorsprung auf Schlusslicht Fürth auf mickrige 4 Punkte schmelzen. Dabei hatte Rösler die Abstiegs-Angst in den vergangenen Monaten eigentlich aus Bochum vertrieben …