An die letzte Reise nach Velbert dürften sich Fortunas Regionalliga-Fußballer und ihr Trainer Jens Langeneke gerne zurückerinnert haben. Vor ziemlich genau zwei Jahren war die „Zwote“ zum bis dato letzten Mal bei der SSVg zu Gast und fuhr einen 5:0-Sieg ein. Nach dem Wiederaufstieg der Velberter im vergangenen Sommer ging es für die Langeneke-Truppe am Freitagabend nach zweijähriger Pause wieder ins Bergische Land – und erneut konnte sie beim 2:1-Sieg einen enorm wichtigen Erfolg feiern.

Im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen den Bonner SC hatte der Trainer drei Veränderungen in seiner Startelf vorgenommen: Tom Barth ersetzte Moritz Montag als Rechtsverteidiger, Danny Latza kam für Simon Vu und Tim Rossmann, der sein erstes Pflichtspiel seit August machte, spielte anstelle von Luca Raimund, der wieder im Kader der Zweitliga-Mannschaft stand. Und in den Anfangsminuten war Fortuna das tonangebende Team, sie versuchte zumeist über die linke Seite von Rossmann, für Gefahr zu sorgen. Etwas Zählbares sprang dabei anfangs allerdings nicht heraus.

Wenige Minuten vor der Pause musste Kapitän David Savic dann verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Vu auf den Platz. Und als alles auf eine torlose erste Hälfte hinauslief, entschied Schiedsrichter Selim Erk wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff nach einem Foul an Rossmann auf Elfmeter für Fortuna. Deniz Bindemann übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zur 1:0-Führung, mit der es in die Kabine ging.

Nach dem Seitenwechsel kam Lennart Garlipp für Rossmann auf den Platz. Und auch nach dem Wiederbeginn war es die U23, die offensive Akzente setzte. Der eingewechselte Garlipp bekam den Ball in aussichtsreicher Position, nahm sich aber selbst den Abschluss, anstatt auf den freistehenden Mechak Quiala Tito zu spielen. Im einsetzenden Regen wurden aber auch die Gastgeber aktiver und verzeichneten ihrerseits einige Offensivaktionen, sodass sich Fortuna auf die Defensive konzentrieren musste.

Das ging nicht lange gut: In der 67. Minute traf Velbert nach einem von Torwart Milan Czako verursachten Strafstoß zum Ausgleich. Gleich im Gegenzug ertönte auf der Gegenseite aber der nächste Elfmeterpfiff. Quiala Tito wurde im Strafraum klar gehalten – wieder verwandelte Bindemann sicher. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Und in letzter Sekunde hielt Czako mit einer herausragenden Parade die drei Punkte für sein Team fest.