Tarifstreit in Frankfurt

Warnstreik geht weiter: Stillstand bei Trams und U-Bahnen

Aktualisiert am 28.02.2026 – 14:12 UhrLesedauer: 2 Min.

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Frankfurt U-Bahnen stehen auf dem Betriebshof Gutleut in Frankfurt (Archivbild): Auch am Samstag dauert der Warnstreik an. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Florian Wiegan/imago)

Tag zwei des Warnstreiks in Frankfurt: Erneut müssen sich Fahrgäste auf starke Einschränkungen einstellen. So kommt man dennoch ans Ziel.

Der Warnstreik im Nahverkehr in Frankfurt dauert auch am Samstag an. Das bestätigte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Demnach sind circa 5.200 Beschäftigte in den Städten Frankfurt, Wiesbaden, Gießen, Marburg, Offenbach und Kassel dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.

In Frankfurt sind alle neun U-Bahn-Linien und zehn Straßenbahnlinien betroffen – ab Betriebsbeginn am Freitag bis Betriebsende am Samstag beziehungsweise in der Nacht auf Sonntag, wie die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und die Nahverkehrsgesellschaft traffiQ mitteilten.

S-Bahnen, Regionalzüge sowie die städtischen und regionalen Buslinien sollen trotz des Warnstreiks voraussichtlich fahren. Für die U-Bahn-Linie 2 gebe es einen Ersatzverkehr zwischen Nieder-Eschbach und Bad Homburg-Gonzenheim, wie die Lokale Nahverkehrsgesellschaft traffiQ mitteilt.

Bereits am Freitag hatte der Warnstreik die Trams und U-Bahnen zum Stillstand gebracht.

In Wiesbaden sind seit Freitag die Busse der ESWE Verkehrsgesellschaft Wiesbaden betroffen. Das On-Demand-Angebot WiMobil ist am Freitag und Samstag nicht buchbar. Die Linien 5, 28, 39 und 46 sowie die Regionalbusse verkehren. Es kann aber auch hier zu Fahrplanabweichungen kommen.

Die Offenbacher Verkehrsbetriebe wurden nur am Freitag bestreikt. Im Kreis Groß-Gerau sind die Linien 54, 56, 58 und 60 der Mainzer Mobilität betroffen. Die übrigen Busse im Kreis Groß-Gerau verkehren regulär.

Bundesweit geht es laut Verdi um rund 100.000 Beschäftigte in etwa 150 Verkehrsunternehmen. Verhandelt werden vor allem Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem Entlastungen bei Wochenarbeitszeit und Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

In einigen Bundesländern stehen zusätzlich Lohnfragen auf der Agenda. Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Wann es zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft zu Tarifeinigungen kommen könnte, ist derzeit völlig offen.