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Washington/Jerusalem – Die Anzeichen für einen US-Präventivschlag im Iran nahmen seit Monaten zu, zuletzt ließ Donald Trump (79) massiv Militär in der Region zusammenziehen. Und doch kam der Zeitpunkt des Schlags für viele Beobachter überraschend. Auch, weil es zuvor Signale der Einigung im Streit um das iranische Atomprogramm gab. BILD dokumentiert die widersprüchlichen Anzeichen kurz vor dem Krieg.

Die Drohkulisse der USA war gewaltig: Erst Freitag erreichte ein weiterer US-Flugzeugträger, die USS Gerald R. Ford, das östliche Mittelmeer. Die USA verlegten zudem rund 200 Kampfjets und 100 Tankflugzeuge in die Region, zusammen die wohl größte US-Streitmacht im Nahen Osten seit dem Irak-Krieg 2003.

Passend dazu verstärkte US-Präsident Trump seine Drohungen gegenüber dem Mullah-Regime, einem Atom-Deal zuzustimmen. Bis Anfang März müsste das geschehen – „andernfalls passieren schlechte Dinge“, so Trump. Auch Israel schickte Warnungen – die Führung in Teheran konterte, man werde mit „voller Härte“ zurückschlagen. Gespräche am Donnerstag zwischen dem Iran und den USA in Genf (Schweiz) brachten keinen Fortschritt.

Durchbruch im Atom-Streit? Omans Außenminister Badr Albusaidi (65) im CBS-Interview Freitagabend

Durchbruch im Atom-Streit? Omans Außenminister Badr Albusaidi (65) im CBS-Interview am Freitagabend

Foto: CBS/Face The Nation

Vermittler: Teheran plötzlich doch zu einem Deal bereit

Auf dem Höhepunkt der Anspannung, kurz vor Auslaufen des Trump-Ultimatums, dann scheinbar der Durchbruch: Laut Vermittler Oman sei Teheran zu einem Deal bereit, so Außenminister Badr Albusaidi (65) Freitagabend deutscher Zeit im Interview mit dem US-Sender CBS. Der Iran habe demnach zugesichert, dass das Land niemals über nukleares Material zur Herstellung einer Atombombe verfügen wird. Das stelle einen „sehr wichtigen Durchbruch“ dar, der zuvor „noch nie erreicht“ worden sein, so Albusaidi, der zuvor offenbar auch mit US-Vizepräsident JD Vance (41) gesprochen hatte.

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Als Streitpunkt blieb wohl noch die zivile Nutzung für nuklearen Brennstoff. Trump sagte bei einem Besuch in Texas, er verlange, dass im Iran keinerlei Urananreicherung stattfinde, auch nicht zur zivilen Nutzung. Mit Blick auf einen Militärschlag sagte er, es wäre netter, wenn ein Einsatz nicht nötig sei – „aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen“. Wenige Stunden später schlugen Israel und die USA zu.