Zuvor hatte ein Vertreter der EU-Marinemission Aspides berichtet, dass die Revolutionsgarden Schiffen die Passage durch die Straße von Hormus verbieten. Schiffe hätten über UKW-Funk die Mitteilung erhalten, dass „keinem Schiff die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet ist“, sagte der Vertreter, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur Reuters.

Auch bei der britischen Behörde für den Seehandel (UKMTO) liefen Berichte über eine Schließung der Straße von Hormus ein. Mehrere Schiffe im Golf hätten Meldungen über eine Sperrung der Meerenge empfangen, teilt die UKMTO mit. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

Stunden nach Bekanntwerden der Angriffe auf den Iran sind Tausende Exil-Iraner mit Flaggen des Iran, der USA, Israels und Deutschlands durch die Hamburger Innenstadt gezogen. Die Demonstration war schon vor längerer Zeit angemeldet worden. Es gab Trommeln und auch „USA, USA“-Rufe. Einigen Demonstranten standen Tränen in den Augen. Redner betonten die Bedeutung eines Machtwechsels in Teheran. Entscheidend sei aber, wie es danach weitergehe.

Nach Polizeiangaben verlief die Veranstaltung bis zum Nachmittag friedlich und ohne größere Vorkommnisse. Die genaue Teilnehmerzahl wollte die Polizei nach Abschluss der Veranstaltung am Abend mitteilen. Auch in München beteiligten sich nach Angaben der Polizei rund 500 Menschen an dem Protest unter dem Motto „Nein zur Islamischen Republik Iran!“.