Vor anspruchsvoller Kulisse mit 1.401 Zuschauern im Werner-Seelenbinder-Stadion wollte Lok Leipzig den Patzer des Tabellenzweiten Jena vom Freitagabend nutzen und den Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen. Beim heimstarken FSV, der allerdings seit Mitte Dezember kein Ligaspiel bestritten hatte, entwickelte sich zunächst eine ruhige Partie. Die erste große Gelegenheit gehörte den Gastgebern, doch Lok-Keeper Andreas Naumann parierte stark gegen Lucas Will (3.) und bewahrte sein Team vor dem frühen Rückstand.
Lok schlägt im Stile einer Spitzenmannschaft zu
Danach brauchte der Tabellenführer einen Moment, fand dann aber zunehmend Zugriff und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen – zunächst jedoch mit wenig zählbarem Erfolg. Das Spiel verflachte zusehends, ehe Lok aus dem Nichts zuschlug. Eren Öztürk bediente Stefan Maderer im Zentrum, Andreas Pollasch wollte klären, spitzelte den Ball dabei aber unglücklich ins eigene Netz – 0:1 (30.).
Ein Treffer, der Wirkung zeigte, denn Luckenwalde wirkte nun angeknockt – und Lok witterte die Chance auf eine mögliche Vorentscheidung. Zehn Minuten später folgte der nächste Wirkungstreffer, diesmal sehenswert: Hoher Ball auf Maderer, perfekte Ablage auf Dorian Cevis, der seinen Gegenspieler stehen ließ und aus 18 Metern ins lange Eck traf – 0:2 (40.). Gleichzeitig der Halbzeitstand.
Wenig Aufbäumen vom FSV – Leipzig verwaltet clever
Nach dem Seitenwechsel bemühte sich Luckenwalde zunächst um mehr Spielanteile, erzeugte damit jedoch kaum Gefahr. Die Gäste verteidigten äußerst stabil und ließen kaum klare Chancen zu. In der Schlussphase sorgte der eingewechselte Mingi Kang endgültig für klare Verhältnisse: Zentral Richtung Tor geschickt, drang er in den Strafraum ein und jagte den Ball wuchtig in den Winkel – 0:3 (90.).