Stand: 28.02.2026 17:09 Uhr

Die Lage in Nahost spitzt sich zu. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) sorgt sich um mögliche Gefahren für jüdisches Leben in Niedersachsen. Eine Demo in Hannover machte auf die Bevölkerung im Iran aufmerksam.

In einer Stellungnahme bezeichnete Behrens die aktuelle Lage im Iran als „äußerst besorgniserregend“. Der Fokus liege auf der Sicherheit jüdischer und israelischer Einrichtungen und Menschen. Das Innenministerium sei im ständigen Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes, so Behrens. Die Polizei in Niedersachsen sei seit dem Überfall der Hamas im Oktober 2023 hochgradig sensibilisiert. Schutzkonzepte sind eingerichtet, wie auch die Polizei bestätigte.

Teheran: Rauch steigt nach einer Explosion über der iranischen Hauptstadt auf.

USA und Israel greifen den Iran an – dieser reagiert mit Gegenschlägen. Die neuesten Entwicklungen dazu bei tagesschau.de.

Bischof Wilmer zweifelt an militärischer Auseinandersetzung

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, sorgt sich um die Bevölkerung der betroffenen Länder. Er bezweifle, dass eine militärische Auseinandersetzung Frieden und Freiheit in den Nahen Osten bringe, erklärte der Hildesheimer Bischof am Samstag. „Ich bete in dieser Stunde für die Menschen in Iran und Israel, die einmal mehr Opfer der Gewalt werden“, sagte Willmer

Demos in Hannover und Hamburg

Am Samstagmorgen hatten die USA und Israel den Iran angegriffen. Dieser hatte mit Gegenangriffen auf Israel geantwortet. Am Nachmittag fand in Hannover eine Iran-Kundgebung statt, um auf die Situation der Zivilbevölkerung im Iran aufmerksam zu machen. Vertreten waren verschiedene Gruppen, wie Amnesty International oder Omas gegen Rechts. In Hamburg wurde auf einer Demo von Exil-Iranern mit tausenden Teilnehmern der Angriff auf das iranische Regime begrüßt. Man hoffe auf ein Ende des Regimes, hieß es von den Veranstaltern.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.02.2026 | 17:00 Uhr