Kurzfassung des Artikels:

  • In Pinneberg ist die Bahnstrecke nach Hamburg bis einschließlich 13. März gesperrt.
  • Grund sind Brückenarbeiten und der Bau des ersten Fernbahnsteigs Altona-Nord.
  • In Pinneberg starteten die Eurocity-Züge nach Kopenhagen am Samstagmorgen 60 Minuten später.
  • In Pinneberg fielen wegen Warnstreiks viele Busse aus, VHH fuhr nur unregelmäßig.

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Seit der Nacht zu Samstag, 28. Februar, ist der Bahnhof Pinneberg für zwei Wochen Start- und Endstation für zahlreiche Züge aus Schleswig-Holstein und Dänemark. Zwischen der Kreisstadt und Hamburg ist die Bahnstrecke bis einschließlich 13. März komplett gesperrt. Grund sind Brückenarbeiten auf der Verbindungsbahn zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Altona sowie Arbeiten für den Bau des ersten Fernbahnsteigs am künftigen Fernbahnhof Altona-Nord. Nicht betroffen von der Sperrung ist die S-Bahn-Strecke der S3.

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Bahnhof Pinneberg ist für drei Wochen Endstation

Die Umstellung auf den „Kopfbahnbetrieb“ in Pinneberg verlief nach Beobachtungen unserer Redaktion am Samstagmorgen holprig. Zahlreiche Züge hatten Verspätungen. Während der Bauarbeiten ist Pinneberg zugleich zum internationalen Bahnhof geworden. Zweimal täglich – um 9.13 Uhr und 11.13 Uhr – fahren von hier aus Eurocity-Züge in knapp viereinhalb Stunden direkt nach Kopenhagen.

Auch Fernzüge nach Dänemark starten für rund zwei Wochen in Pinneberg. Allerdings gibt es auf der Kopenhagen-Verbindung immer wieder Probleme mit Verspätungen.
Foto: Wolfgang Duveneck

Auch Fernzüge nach Dänemark starten für rund zwei Wochen in Pinneberg. Allerdings gibt es auf der Kopenhagen-Verbindung immer wieder Probleme mit Verspätungen.Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize

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Während der übrigen Zeit verkehren sie nach DB-Angaben über eine Umleitungsstrecke von Hamburg aus nach Neumünster und dann weiter in Richtung Dänemark. In umgekehrter Richtung enden zwei Verbindungen nachmittags um 14.22 Uhr und 16.22 Uhr in Pinneberg. Fahrgäste müssen dann jeweils die S-Bahn nutzen.

Erster Eurocity nach Kopenhagen verspätet gestartet

Vergeblich warteten einige Hundert Passagiere am Samstagmorgen zunächst auf den Eurocity um 9.13 Uhr. Nachdem es zunächst keine Hinweise auf eine Verspätung gegeben hatte und der Zug zwischendurch sogar von den Anzeigetafeln verschwand, kam nach einer halben Stunde der Hinweis, dass sich der Zug „wegen eines vorausfahrenden Zuges“ um 60 Minuten verspäte. Laut Bahn soll er schließlich um 10.50 Uhr in Pinneberg gestartet sein. Auch der zweite Dänemark-EC fuhr den Angaben zufolge wegen Bauarbeiten 60 Minuten zu spät los.

Provisorischer Zugang in Pinneberg soll entlasten

Bei den bisherigen Streckensperrungen vor zwei und vier Jahren hatte es Beschwerden von Fahrgästen unter anderem wegen zu enger Zugänge zu den Bahnsteigen in Pinneberg gegeben. Insbesondere während der Spitzenzeiten war es zu Gedränge gekommen. „Teilweise bis zu 500 Reisende mit Koffern, Kinderwagen und Fahrrädern wälzen sich durch einen skandalös schmalen Treppenauf- und -abgang vom Bahnsteig 4–5 zu den S-Bahngleisen und treffen auf diesem Weg auf die Fahrgäste aus der S-Bahn, die zu den Regionalzügen hetzen“, kritisierte vor zwei Jahren Michael Jung, Sprecher der Bürgerinitiative „Prellbock Altona“.

Kein Umweg nötig: Während der Streckensperrung können Fahrgäste den Bahnhof Pinneberg über einen provisorischen Zugang direkt betreten.
Foto: Wolfgang Duveneck

Kein Umweg nötig: Während der Streckensperrung können Fahrgäste den Bahnhof Pinneberg über einen provisorischen Zugang direkt betreten.Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize

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Auch diesmal wird es wieder eng auf den Treppenzugängen. Kritikpunkt war damals auch der schlechte, seitliche Zugang zum Bahnhof. Diesmal wurde für die Dauer der Streckensperrung ein umzäunter provisorischer Weg über den Baustellenbereich direkt auf das Bahnhofsgelände eingerichtet.

Nach Angaben eines Nordbahn-Sprechers gibt es ein gemeinsam organisiertes Konzept vom Verkehrsverbund Nah.SH, Nordbahn, DB Regio, DB InfraGo und DB Sicherheit. Das Personal, das unter anderem aus Zugbegleitern besteht, werde täglich ab 6.30 Uhr bis mindestens 19.30 Uhr vor Ort am Bahnhof Pinneberg sein – freitags und sonntags sogar bis 21 Uhr. Freitags, samstags und sonntags sei zusätzliches Servicepersonal beim Fahrgastwechsel und an den Treppen im Einsatz. Mitarbeiter von DB Sicherheit seien in Spitzenzeiten auch auf Sicherheitsstreife unterwegs.

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Die einzige Möglichkeit zur Weiterfahrt insbesondere in Richtung Hamburg bietet derzeit die S-Bahn. In den Betriebspausen der S3 müssen Fahrgäste Ersatzbusse nutzen.

Warnstreik: Nur wenig Busse ab Pinneberg

Am Busbahnhof in Pinneberg herrschte am Samstag wegen des Warnstreiks jedoch gähnende Leere. Lediglich die Linie 6664 von und in Richtung Appen, die von der Kreisverkehrsgesellschaft betrieben wird, deren Mitarbeiter nicht am Streik beteiligt sind, verkehrte planmäßig. Die Busse der VHH fahren nur unregelmäßig – das Unternehmen wird noch bis Sonntag, 3 Uhr, bestreikt.