ARD-Krimi
Darum geht’s im neuen Frankfurt-„Tatort“
28.02.2026 – 21:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Maryam Azadi (l., Melika Foroutan) und Hamza Kulina (Edin Hasanovic) ermitteln jetzt in Frankfurt: Ihr dritter Fall nimmt politische Dimensionen an. (Quelle: HR/Degeto/Sommerhaus/Daniel Dornhöfer)
Dreizehn Tote, viele offene Fragen. Im neuen Frankfurt-„Tatort“ geraten die Ermittler an politische Seilschaften – und selbst in Gefahr.
Ein verheerender Hochhausbrand, dreizehn Tote und Angehörige, die Jahre später noch immer auf Antworten warten: Im neuen Frankfurt-„Tatort: Fackel“ rollt das Ermittlerduo Maryam Azadi und Hamza Kulina einen Fall auf, der längst zu den Akten gelegt schien. Der Film läuft am Sonntag, 22. März 2026, um 20.20 Uhr im Ersten und ist anschließend in der ARD-Mediathek abrufbar.
Für Azadi und Kulina ist es der dritte gemeinsame Einsatz. Die von Melika Foroutan und Edin Hasanović gespielten Kommissare arbeiten in der Cold-Case-Einheit des Frankfurter Polizeipräsidiums. Nach „Dunkelheit“ und „Licht“ geraten sie diesmal in ein politisch brisantes Umfeld.
Ausgangspunkt ist eine Mahnwache für die Opfer des Brandes. Dort trifft Hamza Kulina auf seine Ex-Freundin Almila. Sie hat ihre Mutter in den Flammen verloren und kämpft seitdem für Aufklärung. Das Sozialwohnhaus stand binnen Minuten in Brand. Im Raum steht der Verdacht, dass billiges, womöglich verbotenerweise verbautes Dämmmaterial das Feuer begünstigt hat.
Ein Untersuchungsausschuss droht ergebnislos zu enden. Almila bittet Hamza um Hilfe. Gemeinsam mit Maryam Azadi stößt er auf einen mysteriösen Todesfall und schließlich auf einen Baustoffkonzern mit engen Verbindungen in die Politik. Je näher die Ermittler der Wahrheit kommen, desto größer wird der Druck.
„Was genau ist die Wahrheit?“, fragt Azadi im Film. Die Antwort fällt ernüchternd aus: „Dass das hier alles eine riesengroße korrupte Scheiße ist. Und dass es manchmal keine Gerechtigkeit gibt.“
Regie führte Rick Ostermann, der bereits den zweiten Fall des neuen Frankfurter Tatort-Duos „Licht“ inszenierte. Der neue Fall unterscheide sich deutlich vom Vorgänger, sagt er. „Das zentrale erzählerische Mittel von ‚Fackel‘ ist die enge, subjektive Bindung des Politthrillers an eine Figur – konkret an Hamza.“
Die Geschichte werde konsequent aus seiner Perspektive erzählt. „Seine persönliche Verbundenheit mit dem Fall und vor allem mit den Hinterbliebenen zieht ihn als Mensch in die Geschichte hinein – nicht nur als Polizist.“ Dadurch entstehe ein innerer Konflikt, der den Film trage.
Als lose Inspiration nennt Ostermann reale Ereignisse wie den Brand des Londoner Grenfell Tower. Durch Baupfusch waren bei dem verheerenden Brand des Sozialbau-Hochhauses 72 Menschen gestorben. Eine direkte Nacherzählung sei „Fackel“ jedoch nicht.
Das Drehbuch schrieben Sebastian Heeg und Schauspieler Tom Schilling. Gedreht wurde von März bis Mai 2025 in Frankfurt und Umgebung. Neben Foroutan und Hasanović sind unter anderem Stephan Luca, Seyneb Saleh und Katharina Heyer zu sehen.
