Darmstadt-Coach Kohfeldt sprach hinterher von einer Niederlage, die „fremdbestimmt“ gewesen sei – und spielte damit auf die beiden spielentscheidenden Szenen an. In der 7. Minute stoppte Dresdens Verteidiger Thomas Keller Darmstadts Isac Lidberg als letzter Mann unfair und sah dafür nur die Gelbe Karte. Kurz vor der Halbzeit entschied Referee Lars Erbst in einer ähnlichen Szene auf Rot für SVD-Verteidiger Patric Pfeiffer (42.) – eine harte Entscheidung.
Dass die SGD nur Minuten später die Weichen auf Heimsieg stellte, steigerte den Frust auf Seiten der Darmstädter zusätzlich. Kohfeldts finales Urteil: „Das Spiel wurde nicht von den beiden Mannschaften entschieden.“
Lillien-Torwart mit klaren Worten
Ähnlich sah es sein Kapitän Marcel Schuhen. Am Sky-Mikrofon war er kaum zu bremsen, sprach von einer „Frechheit“ und einer „Vollkatastrophe“ und verwies dabei auch auf die äußeren Umstände. Beide Entscheidungen seien „krasse Fehlentscheidungen aufgrund der Atmosphäre, die dieser geile Kessel mit sich bringt.“
Auch Keller spricht von einer glücklichen Situation
Doch nicht nur die Verlierer des Abends sahen in den beiden Szenen Diskussionsbedarf. Dresdens Keller, unmittelbarer Nutznießer der Entscheidung, gab nach dem Spiel eine ehrliche Einschätzung ab: „Ich habe die Szene nicht noch mal gesehen. Ich kann mich aber nicht beschweren, wenn er mich vom Platz stellt. Ich habe ihn schon ein bisschen gezogen.“