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Anfang November war Köln am 9. Spieltag Tabellensiebter, hatte gerade 4:1 gegen den HSV gewonnen. Manch ein Spieler träumte von einer großen Saison. Danach begann der Absturz: Nur noch zwei Siege in 15 Spielen. Nach dem Mutlos-Auftritt in Augsburg (0:2) ist Köln auf Platz 13 abgestürzt. Schlimmer: Der Abstand auf einen Relegationsplatz beträgt nur noch zwei Punkte. Der direkte Abstieg ist nur noch vier Zähler weg!

Die Angst ist zurück! Es geht um die Klub-Zukunft und den Trainer-Job. „Es ist klar, dass der Druck etwas größer wird“, sagt Coach Lukas Kwasniok (44), „ich war mir im Klaren, dass es um den Klassenerhalt gehen wird. Zu Beginn der Saison haben wir überperformt, Spiele gewonnen, die uns jetzt die Möglichkeit geben, über dem Strich zu stehen.“

Der Strich wird immer dünner. An diesem Spieltag ist für Köln alles schiefgelaufen. Neben der schlimmen Vorstellung in Augsburg gewann nahezu die gesamte Kellerkonkurrenz (Gladbach, St. Pauli, Werder). Kölns monatelange Nicht-Abstiegs-Komfortzone ist spätestens jetzt dahin.

Daran hängt Kwasnioks Köln-Zukunft

Auch Kölns Dauer-Schönrederei („Wir spielen gut, belohnen uns aber zu wenig“) ist nur noch Schall und Rauch. Die Realität heißt brutaler Abstiegskampf. Schon am nächsten Spieltag droht die Lage am Geißbockheim noch brisanter zu werden. Dann kommt Dortmund mit der Bayern-Wut (2:3 gegen München) nach Köln.

Nur zwei Siege aus den letzten 15 Spielen: Für Trainer Lukas Kwasniok (44) wird es enger in Köln

Nur zwei Siege aus den letzten 15 Spielen: Für Trainer Lukas Kwasniok (44) wird es enger in Köln

Foto: picture alliance/SNS

Die Fan-Wut auf Kwasniok und die Angst vor dem Abstieg wird in den sozialen Netzwerken heiß diskutiert. Kwasniok (Vertrag bis 2028) darf trotz der alarmierenden Situation weitermachen (BILD berichtete). Noch. Die Spiele, in denen es um seinen Job geht, kommen nach dem BVB-Knaller. Dann geht’s nach Hamburg, danach das Derby gegen Gladbach. Vergeigt Köln vor der Länderspielpause auch diese Überlebensspiele, wird’s mehr als eng für den Trainer. Auch kein Mutmacher: Der letzte Auswärtssieg (1:0 in Hoffenheim/3. Oktober) liegt fünf Monate zurück.

Kwasniok kündigt Krisen-Gespräche an: „Wir werden nach innen konsequent sprechen und müssen nach außen vor allem mit Leistung überzeugen.“ Die Retter-Rechnung des Trainers lautet: „Am Ende wirst du rund 35 Punkte brauchen.“ Damit der FC die (mindestens) elf fehlenden Punkte noch einfährt, müssen Kwasniok und Köln die Kurve kriegen. Und das verdammt schnell!