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Dubai – Touristen aus aller Welt schätzen Dubai nicht nur wegen der sauberen Strände und des guten Wetters. Für Reisende ist es wichtig, dass sie entspannt an- und abreisen können: Am großen modernen Flughafen in der Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten – ohne Streiks oder große Verspätungen.
Seit Samstagnachmittag ist das anders: Am Flughafen in der Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten herrscht Chaos. Reisende drängen sich in den Abflughallen, nichts geht mehr! Die Menschen wollen raus aus dem eigentlich so ruhigen und geordneten Land, das seit dem Nachmittag vom Iran mit Raketen und Drohnen beschossen wird. Doch das geht nicht – die Fluggesellschaften haben Flüge ausgesetzt, der Luftraum ist gesperrt.

Nichts geht mehr: Passagiere am Flughafen in Dubai müssen sich gedulden
Foto: REUTERS
„Hier herrscht das blanke Chaos“
Ein deutscher Urlauber meldete sich bei BILD. Er beschreibt die Lage: „Am Dubai International Airport herrscht das blanke Chaos. Tausende Menschen versuchen, das Terminal zu verlassen. Es gibt keine Ausgänge, die Züge zwischen den Terminals sind defekt. Es gibt keine Ansagen, kein Personal.“ Ein deutscher Urlauber (30) zu BILD: „Wir sind am Freitag angekommen, haben eine Woche in Dubai gebucht. Nach dem Drohnenangriff auf das Fünf-Sterne-Hotel wollten wir so schnell wie möglich nach Hause. Aber daraus wird nichts.“
„Crews, Flugzeuge und Passagiere sind auf der ganzen Welt gestrandet“, sagte ein Insider einer Airline am Golf. „Es ist ein massiver logistischer Albtraum.“ Auf Flugradar-Karten im Internet war ein praktisch leergefegter Luftraum über dem Iran, dem Irak, Kuwait, Israel und Bahrain zu sehen.
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Die Flughäfen Dubai International (DXB) und Dubai World Central – Al Maktoum International (DWC) sind bis auf Weiteres geschlossen – auch am Sonntagmorgen herrscht Stillstand. Die Lufthansa hat die Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten gestrichen. Der Flugverkehr von und nach Dubai sei am Samstag und Sonntag unterbrochen, sagt ein Sprecher. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv, Beirut und dem Oman würden bis zum 7. März gestrichen. Auch British Airways, Air France-KLM und die ungarische Wizz Air setzten Flüge aus. Europas Flugsicherheitsbehörde EASA empfahl Fluggesellschaften, das betroffene Gebiet zu meiden.

Eine Anzeigetafel am Tribhuvan International Airport (Nepal) zeigt Flüge nach Dubai und Katar an, die abgesagt wurden
Foto: REUTERS
Auch Dubais Airline Emirates setzte den Flugverkehr zu ihren Heimatbasen aus. Die Luftfahrtbehörde teilte mit, der Luftraum sei als „Vorsichtsmaßnahme“ geschlossen. Asiatische Airlines wie Cathay Pacific stellten den Betrieb in der Region ebenfalls ein.
Daten des Analysehauses Cirium zufolge wurden am Samstag rund 24 Prozent aller Flüge in den Nahen Osten annulliert. „Passagiere und Fluggesellschaften müssen damit rechnen, dass der Luftraum in der Region für geraume Zeit gesperrt bleibt“, sagte Eric Schouten, Chef des Sicherheitsberaters Dyami.
Auswärtiges Amt veröffentlicht Hinweis für Reisende
Das Auswärtige Amt veröffentlichte auf seiner Internetseite eine Reisewarnung: „Vor Reisen in die folgenden Staaten bzw. Gebiete wird gewarnt: Israel/Palästinensische Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Jemen.“ Es rät: „Falls Sie sich in der Region aufhalten: Registrieren Sie sich auf der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (ELEFAND). Weisen Sie auch andere Deutsche auf diese Möglichkeit hin. Halten Sie Ihre Daten stets aktuell. Nehmen Sie Warnungen vor bevorstehenden Luftangriffen ernst. Suchen Sie bei Alarm umgehend nahegelegene Schutzräume oder das Innere eines Gebäudes auf und bleiben Sie Fenstern fern. Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die Medien. Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.“