Der 29-Jährige machte sich nach seinem Treffer zügig auf Weg zur Bank der Rot-Weißen und suchte ganz bewusst Zeugwart Tom Wirtz. „Ich bin zu Tom gegangen, weil er es verdient hat. Da war etwas in der Familie, und ich wollte mich einfach im Namen der Mannschaft bei ihm bedanken und ihn in dieser Zeit unterstützen. Wir sind alle für ihn da und stehen zusammen“, sagte Itten, der mit der 1:0-Führung seinen elften Pflichtspieltreffer für Fortuna erzielt hatte. Auf die Meisterschaft bezogen steht der Schweizer bei zehn Toren und zwei Vorlagen und war somit an etwas mehr als der Hälfte aller 23 Zweitliga-Treffer beteiligt.

Vertrag bis 2029, ohne Ausstiegsklausel

Fortuna wehrte sich im Kollektiv und gewann 19 Zweikämpfe mehr als Bochum, gab zehn Schüsse mehr ab, kontrollierte die Partie mit 57 Prozent Ballbesitz und holte sogar sieben Ecken mehr heraus. Unter dem Strich passte somit nicht nur die Leistung, sondern auch das Ergebnis. Dennoch fand Itten das berühmte Haar in der Suppe. „Leider sind wir in den letzten zehn, 15 Minuten in alte Muster verfallen. Es nervt mich, dass wir das Spiel nicht kontrolliert über die Zielgerade gebracht haben. Vielleicht sieht es so aus, dass man Respekt hat, weil noch etwas passieren kann. Das müssen wir ablegen.“

Itten: „Es macht mich stolz“

Itten selbst zog in der Schlussphase einen solchen Sprint an und machte Extrameter, um das 2:1 ins Ziel zu bringen. Das Resultat und die Leistung geben Auftrieb, denn schon am Samstag geht es in Nürnberg darum, sich weiter von den Abstiegsplätzen zu lösen. „Diesen Sieg können wir in die nächsten Spiele mitnehmen. Wir können eine Serie starten. Es wird nur Zeit, damit loszulegen.“ Tritt Fortuna beim FCN ähnlich auf wie gegen Bochum, könnte sie dieses Vorhaben zweifelsfrei in die Tat umsetzen.