Nach einem chancenlosen 0:4 gegen den VfB Stuttgart ist der VfL Wolfsburg auf einen direkten Abstiegsplatz gerutscht. In der Autostadt muss sich schleunigst etwas ändern, möchte man den Klassenerhalt einfahren.
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Laut Yannick Gerhardt, der gegen die Schwaben über die volle Spielzeit auf dem Platz stand, liegen die Probleme in Wolfsburg aber tief. „Der Verein sieht nicht gut aus gerade und ist nicht gesund“, wählte der 31-Jährige nach der Partie bei ‚DAZN‘ alarmierende Worte, „die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität ist viel zu groß.“ Für den VfL gelte es nun, die Spieler zu finden, die in der Lage sind, den Klub aus dem Abstiegssumpf herauszuführen.
Bauer vor dem Aus?
Das ist die Aufgabe von Trainer Daniel Bauer, der nach der erneuten Pleite jedoch stärker wackelt denn je. Auf seine Zukunft angesprochen sagte der 43-Jährige nach der Partie: „Ich bin bereit und willens, den Weg bis zum Ende zu gehen und mein letztes Hemd zu geben, damit wir die Klasse halten.“ Er fügte an: „Ich bin bereit, aber ich entscheide es nicht.“ Sein Blick bei diesen Worten lässt die Vermutung zu, dass ein baldiges Ende seiner Amtszeit auch Bauer selbst beschäftigt.
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Auf Gerhardts herbe Worte angesprochen, pflichtete der Coach seinem Spieler bei: „Fakt ist, dass wir viele Strukturen ändern müssen. Die Atmosphäre und Kultur innerhalb des Klubs ist nicht bundesligatauglich. Wir müssen ein neues Mindset in die gesamte Struktur reinbekommen.“ Man habe in den vergangenen Wochen versucht, Prozesse anzustoßen, „aber Entwicklungen brauchen leider Zeit“.
Vor dem Anpfiff hatte VfL-Aufsichtsratschef Sebastian Rudolph noch verkündet, dass Bauer „100-prozentige Rückendeckung“ genieße. Allerdings fügte er an: „Sonst würde er heute nicht auf der Bank sitzen.“ Ein Treuebekenntnis mit einem Spiel Gültigkeit? Die nächsten Tage werden es zeigen.